



Richard Serra 2005 in Madrid
Oviedo - Der US-amerikanische Bildhauer Richard Serra erhält den angesehenen spanischen Prinz-von-Asturien-Preis in der Sparte der Künste. Die Werke des 70-jährigen Künstlers fielen nicht nur ins Auge, sondern regten auch zum Nachdenken an, betonte die Jury am Mittwoch in der nordspanischen Stadt Oviedo.
Serra setzte sich gegen 29 Kandidaten aus 14 Ländern durch. Zu den Favoriten hatten neben dem Bildhauer auch der spanische Filmemacher Carlos Saura und der italienische Dirigent Riccardo Muti gehört.
Der durch massive Stahlobjekte bekannte Serra gilt als einer der wichtigsten Bildhauer der Gegenwart - und auch als ein streitbarer: 1998 zog der Sohn einer russisch-jüdischen Mutter und eines spanischen Vaters sich in Berlin überraschend aus dem Wettbewerb um den Bau des Holocaust-Mahnmals zurück. Bei der Documenta 8 verwandelte er 1987 in Kassel die Fußgängerzone in eine stählerne Sackgasse.
Die Prinz-von-Asturien-Preise werden jährlich in acht Sparten vergeben und sind mit jeweils 50.000 Euro dotiert. Sie gelten als die "spanische Version der Nobelpreise". Die Auszeichnungen werden im Herbst vom Prinzen von Asturien, dem spanischen Kronprinzen Felipe, in Oviedo überreicht. (APA)
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