

Wien - Das Wiener Leopold Museum verschiebt die für Herbst angekündigte Ausschreibung des museologischen Leiters "auf unbestimmte Zeit", kündigt der Sohn des Sammlers und Museumsgründers Rudolf Leopold, Diethard Leopold, im Magazins "News" an.
Diethard Leopold: "Wir können nicht ausschreiben, solange die finanzielle Situation des Museums seitens des Bundes nicht zufriedenstellend geklärt ist. Wir bekommen seit einigen Jahren keine entsprechende Inflationsabgeltung mehr und machen trotz sparsamer Gebarung ein Defizit. Nun hat mein Vater als Direktor sehr wenig verdient, etwa 5.000 Euro brutto. Für diese Summe bekommt man keine qualifizierte Person."
Leopold kann sich für das Leopold Museum "sehr gut die Zukunft als zentrales Jugendstil-Museum vorstellen. Ohne Museumsschließungen und -zusammenlegungen zu befürworten: Im Oberen Belvedere hängen einige Werke Klimts und Kokoschkas, die sehr gut zu uns passen würden - denn was hat ein Barockbau mit Expressionismus zu tun? Auch Schieles 'Der Tod und das Mädchen' wäre bei uns richtig. All das kann man aber nicht mit einem Diskont-Direktor machen. Und ein anderer kostet eben Geld." (APA)
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Kurz
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