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| ARS ELECTRONICA: Vom 6. bis 11. September in
Linz - Thema "Code" und Informationen |
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| Klone und andere
Zukunftsvisionen |
Wer die Zeitung aufschlägt, kann mit
90-prozentiger Sicherheit davon ausgehen, dass er/sie John
Warnock indirekt noch reicher macht. Der US-amerikanische
Multimilliardär hat Adobe Systems mitbegründet und ist somit
Schöpfer jenes Computerprogramms, mit dem weltweit bei den
meisten Zeitungen Fotos bearbeitet werden.
"Code"
lautet das Thema der diesjährigen Ars Electronica. Computer
beherrschen mehr und mehr unseren Alltag. Wie frei ist der
Zugang zu Informationen etwa im Internet? Die gute alte
Machtfrage: Wer hat Zugang zu Informationen? Welche
Möglichkeiten gibt es, Informationssperren zu unterlaufen? Das
Festival, vom 6. bis 11. September in Linz, untersucht Codes
in dreifacher Hinsicht: juristisch (Urheberrechte von Software
etc.), in der Kunst (Kunstwerke via Computer) und Leben -
kommt der glückliche geklonte Mensch, mit dem der französische
Autor Michel Houellebecq boshaft droht?
Eine Antwort
auf die letzte Frage versucht etwa der Österreicher Richard
Kriesche mit "datenwerk : mensch" bei der Ausstellung im
Brucknerhaus zu geben. Kriesches Versuchsanordnung soll den
menschlichen Gen-Bauplan decodieren, führt aber letztlich zu
einer gegenläufigen Aussage: der Mensch als ganzheitliches
Wesen, die Kunst als Sinnstifterin.
Ein Thema,
viele Zugänge
Namhafte Experten aus aller Welt nehmen in Linz am
Symposium über "Codes" teil. Unter ihnen die oben
angesprochene Kriesche und John Warnock, der Philosoph Andreas
Leo Findeisen (D/A) oder der Autor und Fachmann für
"Cyber-Soziologie" Howard Rheingold (USA).
In der Linzer Kunst-Uni kommt es zu einer Begegnung mit
Züricher Hochschule für Kunst und Gestaltung. die Schweizer
werden u. a. an der Kunst-Uni-Fassade eine bekletterbare
Computer-Tastatur installieren.
2714 Einreichungen aus 85 Ländern gab es heuer beim Prix
Ars Electronica. Sechs Goldene Nicas und 18 Geldpreise werden
vergeben. Die Preisträger der Kategorie "Digital Musics" sind
im Brucknerhaus zu sehen, prämierte Computeranimationen und
Visual Effects werden im O.K-Centrum gezeigt. (pic)
Die OÖN informieren Ende August umfassend mit einem
"Thema" zur Ars Electronica.
OÖNachrichten vom
2.07.2003 |
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