Maximal drei Kunstwerke waren für die Linz09-Ausstellung „Best of Austria“ im Kunstmuseum Lentos auszuwählen. Einen besonderen Weg hat dafür das Wiener Museum für Angewandte Kunst eingeschlagen. MAK-Direktor Peter Noever erklärt dies wie folgt: „Wenn das MAK durch eine Auswahl von drei Objekten repräsentiert werden soll, so kann das nur in der Reflexion einer Strategie geschehen. Das MAK versteht sich als Ort der künstlerischen Produktion. Der konsequente und direkte Dialog zu Künstlern ist essentiell für unser Verständnis von Kunstinstitution.“
Somit hat man die dem Haus eng verbundene Künstlerin Kiki Smith eingeladen, drei museale Objekte durch eine sogenannte „Mise en Scène“ – eine Art gemeinsamer Installation im Raum – zu beleben. Ein Fragment eines Mamlukenteppichs aus dem 16. Jh. hängt nun vor einem Service der Wiener Porzellanmanufaktur und dem Sitzgarnitur-Objekt „eo ipso“ von Franz West (*1947).
Dieses sowohl historisch als auch formal spannende Miteinander gleich beim Eingang in den großen Ausstellungssaal von „Best of Austria“ wird Noevers Anliegen gerecht: „Die Hinterfragung von Grenzen musealer Praxis und Erweiterung des Kunstverständnisses verfolgt das MAK konsequent.“ (gunn)
Best of Austria: bis 10. 5. 2009. Tägl. 10–18, Do 10–21 Uhr; Kontakt: 0732/ 7070-3600, www.lentos.at