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WIEN (red.). Rupertinum-Direktorin Agnes
Husslein beugt sich dem politischen Druck: Sie lässt die Gelatin-Skulptur
vom Max-Reinhardt-Platz entfernen. Das teilte das Museum Dienstag Mittag
offiziell mit. Die Stadt Salzburg zieht die Klage zurück. "Ich bin froh
über diese einvernehmliche Lösung. Es ist die Freiheit der Kunst
weitestgehend gewahrt geblieben und unnötige Streitigkeiten vor Gericht
sowie eine Weisung sind ausgeblieben", erklärte Kulturlandesrat Othmar
Raus (S)
Husslein
Stellungnahme
Rupertinum-Direktorin Agnes Husslein meinte
in einer Stellungnahme: "Der Meinungsbildungsprozess über Kunst und ihre
Freiheit hat in den letzten Tagen in privaten Kreisen, in den Medien und
in der Politik nur wenige Höhen, aber ungeahnte Tiefen erreicht. Wir
wollen, dass sich die Diskussion von einer wahltaktischen auf eine
inhaltliche Ebene verlagert und sie für Salzburgs Zukunft produktiv wird.
Den von der Stadt Salzburg initiierten formalistischen Rechtsstreit über
Genehmigungsverfahren lehnen wir hingegen als kontraproduktiv für den
Kunstdiskurs ab."
Schaden:
Erleichterung
Salzburgs Bürgermeister Heinz Schaden (S)
nahm die Entscheidung mit Erleichterung zur Kenntnis. Als Bürgermeister
begrüße er die Vorgangsweise sehr, denn dadurch werde "Stadt und Land eine
langwierige gerichtliche Auseinandersetzung erspart", erklärte Schaden.
Nach der Entfernung der Statue wird die Stadt ihre Klagen gegen das Land
als Eigentümer des Rupertinums zurückziehen", unterstrich der
Bürgermeister.
© Die Presse | Wien
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