Salzburg

Neuinterpretationen von Nacktheit

21. April 2010, 14:35
  • Artikelbild: "Naked:2" startet am 23. April  - Foto: APA

    "Naked:2" startet am 23. April


100 KünstlerInnen in 14 Ausstellungen bei "Naked:2" - Die Ausstellung beschäftigt sich mit dem Konzept der Nacktheit in der bildenden Kunst

Salzburg - Die Salzburger KünstlerInnengruppe "Berufsvereinigung Berchtoldvilla" ist schon 2008 ist mit "Naked:1" aus dem sonst so beschaulichen Dämmern lokaler Kunstproduktion erwacht und hat unerwartet viele KünstlerInnen und BesucherInnen mobilisiert. Mit "Naked:2" hat sich das Konzept der Nacktheit in der bildenden Kunst jetzt wie in "einem Schneeballeffekt" über Stadt und Land Salzburg verbreitet, wie Kurator Graham Wiseman am Mittwoch bei einer Pressekonferenz erläuterte. Vom 23. April bis 2. Juni präsentieren über 100 überwiegend lokale KünstlerInnen ihre Arbeiten zwischen Softporno und Ästhetik des Nackten in 14 verschiedenen Galerien und Ausstellungsorten Salzburgs.

  • MEHR ZUM THEMA
  • Salzburg:Mieten: EasyMotion Kultautos zum Kultpreis
  • Land:Jetzt buchen! Flüge ab 29€ - flyniki.com
  • Netzwerk:Moderne Netzwerklösungen für Unternehmen

"Bei 'Naked:1' haben wird gemerkt, dass das Thema greift", so Wiseman. "Es war die erfolgreichste Ausstellung in der Geschichte unsere Vereinigung. Jetzt haben wir ein neues Konzept, mit dem die lokalen, im fast arroganten Kunstanspruch Salzburgs oft gering geschätzten heimischen Künstler ihre Arbeiten zeigen. Und zwar als eine Art Solidaritätsaktion untereinander."

Neuinterpretationen von Nacktheit

Da passt eine Schau zum "Low-Art"-Thema "Tattoo" ebenso ins breitgefächerte Kunstkonzept wie das Neuinterpretieren von Nacktheit, wie sie Michelangelo, Henry Moore oder Lukas Cranach formuliert haben. Anderenorts sind großformatige Anatomie-Studien des weiblichen Geschlechts in Schwarz-Weiß zu sehen, vermischt mit Porno-Cartoons, stilistisch an Pop-Art oder Schiele angelehnte Nacktheit in Öl oder Fleisch-Design in realistischer Hochglanz-Fotoästhetik.

"Naked Truth", "Just Naked", Naked Survival" oder "Flesh of stone" (die Steinbildhauer) sind einige Titel der insgesamt 14 Ausstellungen an konventionellen Kunstorten wie der Berchtoldvilla, den Galerien Eboran und Uiberreither und dem Kunstpavillon im Zwergerlgarten sowie den keinesfalls kunstaffinen Örtlichkeiten wie dem Olympiahaus bei der Sprungschanze in Bischofshofen, dem Hotel Steinerwirt in Lofer, dem Gemeindeamt Bergheim oder dem Seminarhotel Lohninghof in Zell am See.

Ein Fest, eine Tanzperformance, ein Konzert und ein "Naked Brunch" mit eigens kreierten Süßigkeiten zur Finissage in der Berchtoldvilla am 29. Mai ergänzen dieses ambitionierte Ausstellungs-Netzwerk in Salzburg. (APA)

 

druckenweitersagen:
21.04.2010 18:59
.
[2]
.

alles ist Kunst. Die Idee alleine ist wichtig. Muß mit "Können"nicht unbedingt was zu tun haben. Geht ins Mumok. Da seht ihr einen Dauerfilm in dem jemand nur kackt. Kunst? Selbstverständlich!

22.04.2010 10:01
.
[2]
.
Also...

wirkliche Kunst ist den anderen zu erklären was Kunst ist.

Die Kommentare von User und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.