23. Mai 2006
22:02 MESZ
Nach Lewis Carroll
Neunzehnteiligen Fotoserie "Looking for Wonderland" von Laura Ribero in der Wiener Galerie Hubert Winter
Wien - Eine empfehlenswerte Reise erwartet auch die Besucher der Ausstellung von Laura Ribero,
die sich in ihrer neunzehnteiligen Fotoserie "Looking for Wonderland"
ebenfalls auf einen literarischen Klassiker bezieht. Abgebildet hat die
1978 in Kolumbien geborene Künstlerin deutsche Migrantinnen und
Migranten, die sie aus der leicht verschobenen Perspektive von Alice
oder mit einzelnen Versatzstücken aus dem Wunderland fotografiert.
Während hier die Verschiebung ins Märchenhafte die harte Realität der
Migranten erfolgreich erweitert, geht sie in der Fotoserie "electrico
domestica" den umgekehrten Weg. Als Dienstmädchen verkleidet sieht man
die Künstlerin in diversen Zimmern eines offenbar riesigen Hauses. Erst
nach und nach führt sie zurück in die Realität, die sich als das eher
billige Set einer in Kolumbien populären Telenovela entpuppt. (cb/ DER
STANDARD, Printausgabe, 24./25.5.2006)
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