"Korrekte Vorgehensweise"
Waldner findet den Rücktritt von Kunsthallen-Leiter Gerald Matt als Mitglied des Aufsichtsrates der MQ-Betriebsgesellschaft eine "korrekte Vorgehensweise". Es sei "offensichtlich gewesen, dass durch die vielen Funktionen Matts (u. a. Aufsichtsratsmitglied, Kunsthallen-Leiter und Sprecher der Gemeinde-Wien-Nutzer des MQ, Anm.) seit Jahren ein Interessenskonflikt bestanden hat", der nun "bereinigt" worden sei. Waldner hofft auf "in Zukunft gute Zusammenarbeit". Die Konflikte im MQ sieht er als "normalen Umstand", da "sehr viele Nutzer mit unterschiedlichen Meinungen hier" sind.
Anbotsteller "von außen"
Zu den nach Meinung der Kunsthalle "weit über den marktüblichen Preisen" liegenden Mietkosten (180 Schilling pro Quadratmeter) der vom MQ angebotenen Ersatz-Büroräumlichkeiten meinte Waldner, dass es Anbotsteller "von außen" gebe, "die noch mehr zu zahlen bereit sind". Um den "durchaus legitimen" erhöhten Büroraumbedarf der Kunsthalle abzudecken, müsste entweder die "Gemeinde Wien ihre ursprüngliche Bestellung erweitern". Das wolle "sie jedoch offensichtlich nicht". Daher sei man direkt mit einem Angebot an die Kunsthalle herangetreten, das aber nicht unter den Gestehungskosten der bereits renovierten Büroräume liegen könne. Waldner schätzt die Renovierungskosten auf "20.000 bis 30.000 Schilling pro Quadratmeter". Die geringeren Kulturmieten für die "temporären Nutzer" im Quartier 21 seien dazu da, "flexible Flächen" zu erhalten.
(APA)
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derStandard.at