In der Galerie 5020 hat die Malerei nicht immer Saison. Dabei stimmt Leiterin Hildegard Fraueneder dem Kunstkritiker Jörg Heiser zu, der Malerei für relevant und durchaus zeitgemäß hält: Nicht, um noch nie Gesehenes sichtbar zu machen, auch nicht als angeberische Wanddekoration, sondern weil die Malerei immer in Bezug zu ihrer eigenen Geschichte und zum massenmedialen Bilderkosmos wahrgenommen werden wird.
Die Schau Salzburg Contemporary Painting versammelt größere Arbeiten oder Serien von zehn Künstlern, ergänzend dazu im Studio Zeichnungen, Linolschnitte, Monotypien, kleine Bilder und Notizen, die Arbeitsprozesse nachvollziehbar machen. Stefan Kreiger widmet sich in seiner Serie Männer medialen Mannsbildern, etwa dem Superhelden Batman. Religion ist Hauptthema in den Werken Erich Grubers, die ebenso experimentell sind wie die großformatigen Bilder von Marianne Lang. Oder einige der Selbstporträts von Katrin Huber. Die eigene Person in den Bildmittelpunkt stellt auch Robert Neuhauser, der dazu Schicht um Schicht übereinander aufträgt. Johannes Kubin transferiert Computerbilder auf die Leinwand. Weitere Gemälde stammen von Barbara Lindmayr, Christina Breitfuss, Siegfried Zaworka und Bernd Rohrauer. (dog / DER STANDARD, Print-Ausgabe, 14.9.2007)