
Mit den neuen Räumlichkeiten zwischen dem Grazer Kunsthaus und dem Hauptbahnhof befinde man sich in einem Stadtteil, in dem sich immer mehr Kulturbetriebe ansiedeln, erklärte Anton Lederer, der zusammen mit Margarethe Makovec den Verein leitet. So seien z.B. das "Andere Theater", das "Theater im Bahnhof" oder der Verein "Medienturm" in unmittelbarer Nähe. "Wir sind in einem Eckgebäude im Erdgeschoss eingezogen - ein sehr bekanntes Haus, weil in dem vor rund zehn Jahren ein beliebter Altwarentandler drinnen war", so Lederer.
Die kommenden drei Jahre werde man sich dem EU-Projekt "Land of Human Rights" widmen und dabei mit fünf internationalen Partnern zusammenarbeiten. "Das Projekt besteht aus verschiedenen Bestandteilen wie Ausstellungen, Konferenzen und Postkartenkampagnen. Ein Grundprinzip ist es, Künstler, Aktivisten und Forscher zusammenzubringen", erklärte Lederer. Bei den Partnern handle es sich um renommierte Kunstinstitutionen in Laibach, Zagreb, Budapest, Dresden und Usti nad Labem, eine Stadt nördlich von Prag, die Teile des Projekts bei sich umsetzen bzw. auch in Graz in Erscheinung treten werden.
Die gemeinsame Umsetzung wird bereits bei der Eröffnungsausstellung "Land of Human Rights: Hier und jetzt die Stimme erheben" passieren, die ab kommenden Donnerstagabend zu sehen sein wird. Am Freitag (30.11.) startet dann im "Theater im Bahnhof" die internationale Konferenz "Künstlerische und aktivistische Strategien zur Sichtbarmachung von Menschenrechten": Beim Treffen von Künstlern, Aktivisten und Theoretikern werde man über Best Case-Beispiele berichten, bei denen es gelungen sei, Menschenrechtsprobleme in die Öffentlichkeit zu bringen und dafür Bewusstsein zu schaffen, so Lederer.
Der Grazer Verein hatte Ende 2003 aus Geldmangel seine Ausstellungsräume in der Belgiergasse geschlossen und hat seither seine Projekte - abgesehen von einer bescheidenen Bürostruktur - an wechselnden Örtlichkeiten durchgeführt. (APA)