Interaktive Installation im MAK

Übersicht



Die Mediendesigner Nofrontiere experimentieren seit Jahren mit der Vorstellung von Design als Interaktionsmodell, das digitale Medien als (Ver-)Mittler einsetzt. Immer öfter werden in der eigenen Arbeit Fragen nach der Rolle des Designers und der Bedeutung von digitalen Medien für den Kreationsprozesses thematisiert. Technologie rückt dabei - auf den ersten Blick - immer stärker in den Hintergrund, dennoch bildet sie die unverzichtbare Infrastruktur, die digitale Innovation und die Erschließung neuer Interaktionswege ermöglicht.

Aus der Kooperation des High-Tech-Unternehmens Siemens mit Nofrontiere entstand die Installation (CO)OPERATING SYSTEMS - vom 20. März bis 5. Mai in der MAK-Studiensammlung Möbel. Sie verdeutlicht die Beziehung zwischen kreativen Konzepten, technologischen Werkzeugen und der Integration der Museumsbesucher.

Durch den Einsatz von Technologie wird ein telematischer Raum im Museum erzeugt, der Arbeitsprozesse simuliert und erfahrbar macht. Die über das Museum verteilten "Lightwalls" erregen die Aufmerksamkeit der Besucher. Ihr Interesse wird in Form von Silhouetten festgehalten und dient als System-Input. Diese Fragmente werden über Wireless LAN in den Hauptraum der Installation, die MAK-Studiensammlung Möbel, übertragen und dort in verschiedene visuelle Darstellungsformen übersetzt und projiziert. Zusätzlich zur visuellen Montage kann der Besucher das erzeugte Bild auch mittels Sound verändern. Der Komponist Rupert Huber entwickelte ein System, das Geräusche und Stimmen analysiert, seziert und für die Projektion der Basisstation visuell übersetzt.

Ziel ist es, dem Publikum die Kooperation Mensch-Maschine-Interfaces greifbar zu machen. Das Entwickeln von kreativen Systemen wird im Rahmen dieser Installation exemplarisch erlebbar gemacht. (CO)OPERATING SYSTEMS ist der erste vom MAK-Design-Info-Pool initiierte Joint Venture Designer-Industrie der Reihe DESIGN SHOWCASES 2002.

Link: MAK
Übersicht Radio Österreich 1