03.01.2003 23:48
Der Wende-Maler
Galerie Hilger
zeigt Sebastian Weissenbacher "Nach der Wende"
Die zuweilen fast schon beängstigende
Lieblichkeit in Zuckerlrosa, der überbordende Kitsch ist passe áuf den Malereien
von Sebastian Weissenbacher (35). In seiner aktuellen Schau "Nach der
Wende", bereits vergangenen Herbst so betitelt, bevölkern zwar wieder
comicartige Tierchen und Männchen seine Bildwelt. Aber sie sind beschädigt,
deformiert, fragmentiert, die Palette bleibt auf Schwarz, Weiß, Gold und Silber
reduziert. Rosig ist die Zukunft nicht, dafür um so schwärzer der intendierte
Humor. Welches Ergebnis auch immer herauskommt, eine "gewendete" Befindlichkeit
österreichweit und global gibt es in jedem Fall, meint Weissenbacher. (dok/DER
STANDARD, Printausgabe, 4./5./6.1.2003)