Salzburg - Fünf Jahre nach der Aktion "kunst+kuh" wird Salzburg neuerlich zum Schauplatz einer Kunst-Aktion im öffentlichen Raum. Von Ende Juni bis Ende August werden Salzburgs Plätze, Gärten und Gassen, Geschäfte und Restaurants mit künstlerisch gestalteten Klangpunkten ausgestattet. Am Dienstag wurde die Aktion "Klangpunkte Salzburg 2005" mit den ersten beiden Projekten der Künstler Roxane Watteck und Werner Raditschnig vorgestellt.
Mannshohe Klangkörper
Geplant ist die Installation von 150 Klangpunkten, die zu Klangpfaden wie Natur-, Musik-, Technik- oder Kinderklangpfad zusammengefasst werden sollen. Ein Klangpunkt ist ein etwa mannshoher Klangkörper, der aus einem rund 0,5 Meter hohem Sockel und einer 1,20 Meter hohen Kuppel aus Acrylglas besteht. Über ein Metall-Band wird der Schall nach außen getragen. Die Hörweite der Klanginstallation darf einen Radius von drei Metern nicht übersteigen.
Angeboten werden zwei Versionen: Eine schmale mit einem Durchmesser von zirka 90 cm und eine mit verbreitertem Sockel, Durchmesser zirka 140 cm. Zudem gibt es die so genannte Klangdusche. Das ist eine in rund 4,5 Meter Höhe befestigte Klangschale, mit der die Passanten "berieselt" werden sollen.
Unternehmen im Visier
Wie bei der Aktion kunst+kuh, richtet sich auch "Klangpunkte Salzburg 2005" vor allem an Unternehmen - die einzelnen Klangpunkte können als Träger von künstlerisch gestalteten Werbe-Botschaften verwendet werden. Ausgeschlossen seien allerdings "künstlerisch nicht argumentierbare, platte Werbesprüche sowie vordergründig erotische Botschaften", wie Co-Organisator Gregor Bitschnau beteuerte.
Die Kosten für einen Klangpunkt (ohne Künstlerkosten) betragen 2.500 Euro. Ein Klangpunkte-Kompass als Wegweiser soll die Neugierigen von Punkt zu Punkt über den Pfad führen. Für diese Aktion bereits engagiert haben sich die Salzburger Altstadtmarketing GmbH, die Tourismus Salzburg GmbH und die Salzburgerland Tourismus GmbH. (APA)