"Hinter jedem Foto gibt es ein Geheimnis, das sich dem oberflächlichen Blick nicht erschließt", sagte die Brigitte Blüml, die "Durch Österreich" gemeinsam mit Kurt Kaindl kuratiert hat. "Die Bilder sind nicht spektakulär, aber es sind abgründige und erhellende Moment-Aufnahmen Österreichs und seiner Seele. Inge Morath hat immer zurückhaltend gearbeitet und ihr Blick ist nie diffamierend. Und doch hat sie das Röntgen-Auge für den besonderen Moment, wie es sonst wohl nur dem großen österreichische Fotokünstler Ernst Haas gegeben war."
Die 1923 in Graz geborene Morath hat ursprünglich Hörspiele und Begleittexte geschrieben und gemeinsam mit Ernst Haas bei der bedeutenden Fotoagentur "Magnum" in Paris als Redakteurin gearbeitet. Unter einem Synonym beginnt sie schließlich selbst zu fotografieren, und schafft sich sehr schnell einen Namen auch in ihrem Wohnort New York. Morath war verheiratet mit Arthur Miller und starb im Jahr 2001. (APA)