Wien - In die Porzellangalerie des Wiener Palais Harrach wurde in der Nacht auf Mittwoch eingebrochen. Wie Josef Payer, Prokurist der Firma Harrach, mitteilte, sollen etliche wertvolle Vasen gestohlen worden sein. Den Schaden schätzte er auf 600.000 bis 800.000 Euro nach aktuellem Verkaufswert. Die bis zu einen Meter großen und bis zu 50 Kilogramm schweren Porzellangegenstände sollten demnächst in Hongkong ausgestellt werden. Die Täter dürften die Stücke gezielt ausgesucht haben, meinte Payer. Die Täter drangen offenbar durch eine Hintertür in die Galerie ein, zum Abtransport der Beute müssen sie ein Fahrzeug verwendet haben.
Die Polizei war am frühen Nachmittag vor Ort, die Spurensicherung im Gang: Bei dem Einbruch dürften offensichtlich Profis am Werk gewesen sein, meinte die Kriminaldirektion. Zusätzlich zu den wertvollen Vasen - das teuerste entwendete Stück war laut Josef Payer von der Firma Harrach 95.000 Euro wert - haben die Einbrecher Fabergé-Eier gestohlen. Die Gegenstände wurden direkt aus dem Verkaufsraum entwendet.
Ermittlungsstand
Vorerst gibt es noch keine konkreten Erkenntnisse zu den Tätern. "Wir warten die Auswertung von Werkzeugspuren, Fingerabdrücken und DNA ab", äußerte die Kriminaldirektion am Donnerstag. "Die Ergebnisse werden kommende Woche vorliegen." Beobachtungen von Zeugen wurden der Polizei zunächst nicht gemeldet.
Zwischen 18.20 Uhr am Dienstagabend und 11.10 Uhr am Mittwochvormittag haben sich die unbekannten Täter vermutlich über eine aufgebrochene Seitentür Zugang zu der Porzellangalerie verschafft. Ihr Diebesgut dürften sie auf Grund dessen Größe mit einem Kastenwagen abtransportiert haben. "Auf Grund der Spurenlage könnte man die Täter fassen", meinte er. Die Polizei geht von mindestens zwei Einbrechern aus. Einer alleine wäre vermutlich nicht im Stande gewesen, die Beute zu transportieren. Zeugen, die von Dienstagabend bis Mittwochvormittag einen Kastenwagen auf der Wiener Freyung gesichtet haben, werden gebeten, sich bei der Exekutive unter 01-31310-33240 (Gruppe Pfeiffer) zu melden. (APA)