
Linz - Die Linz09-Intendanten Martin Heller und Ulrich Fuchs haben in einer vorläufigen Bilanz über das Kulturhauptstadtjahr "allen Grund zufrieden zu sein. Das Projekt sei der Beweis dafür, dass es sich lohne, jemanden von außen zu holen, sind sich der Schweizer und der Deutsche einig. Die Nachhaltigkeit müsse aber länger beobachtet werden als lediglich 2010, betonte Heller. "Bereits Anfang Dezember zu fragen, was bleibt, ist vermessen."
Seit dem Beginn der Vorarbeiten 2005 sei es in Linz nicht nur zu einer kulturellen, sondern auch zu einer gesellschaftlichen und touristischen Weiterentwicklung gekommen, so Heller. Die Wahrnehmung der Stadt habe sich in Österreich nachhaltig verändert, man sei auch international auf große Resonanz gestoßen. "Linz ist so etwas wie ein Rollenmodell für Kulturhauptstädte", ist der Intendant überzeugt. Es gebe keine dieser künftigen Metropolen, die nicht mit einer Delegation hier gewesen sei, ergänzte Fuchs.
Die Linzer seien heute auf ihre Stadt stolz in einem Grad, wie es vor drei Jahren undenkbar gewesen sei, sagte Heller. Fuchs war besonders von der "relativ schnellen Akzeptanz" für Veranstaltungen überrascht. "Mit diesem Maß an Interesse in der Bevölkerung habe ich so nicht gerechnet." Auch 86 Prozent Auslastung bei einem Theaterfestival in untypischen Monaten wie Jänner und Februar sei nicht die Regel. Den Erfolg des Projektes "Höhenrausch" über den Dächern der Stadt mit 270.000 Besuchern habe man noch gar nicht realisiert. Auf die Frage, ob es 2009 auch einen richtigen Reinfall gegeben habe, sind sich Heller und Fuchs einig: "Nein." (APA)
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Von Alexandra Föderl-Schmid
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