


vergrößern 600x393Eva Schlegels Zugang zur Fotografie ist im Salzburger Fotohof zu sehen.

Salzburg - Die Künstler Eva Schlegel, Manfred Wakolbinger und Franz Graf nähern sich in ihrem Werk der Fotografie auf differenzierte Weise. Eine Auswahl ihrer Arbeiten ist derzeit in einer gemeinsamen Ausstellung in der Galerie Fotohof in Salzburg zu sehen.
Wakolbingers großformatige Farbfotografien von Pelagischen Seescheiden, die er vor Indonesien unter Wasser aufnahm, wirken wie Galaxien im Universum. Schaurig-schöne Bilder zeigen den Zyklus eines Lebewesens von der Geburt bis zum Tod.
In einem bestimmten Entwicklungsstadium sind diese Seescheiden den Säugetieren und somit dem Menschen verwandt. Je näher diese Tiere dem Tod kommen, desto mehr nehmen sie die Form einer Galaxie an. Wakolbinger nahm seine Fotografien als Basis für einen Animationsfilm, der der Science-Fiction entnommen wirkt. Christian Fennesz' Soundtrack verstärkt dessen Mystik.
An Science-Fiction erinnert auch Eva Schlegels Großaufnahme einer UFO-förmigen Wolke. Daneben hängen Siebdrucke auf Blei, die fliegende und fallende Menschen zeigen: Metaphern für Erfolg und Scheitern. Beim Betrachter bleiben Zweifel zurück, und wenn der Blick auf die im Boden montierten Spiegel fällt, wird die Wahrnehmung auf die Probe gestellt: Der Raum scheint sich aufzulösen.
Franz Graf, Maler und Zeichner, präsentiert nichts Außerirdisches, sondern Polaroidbilder seiner Studenten an der Akademie der Bildenden Künste in Wien. Die Serie wirkt wie das Porträt einer Generation. Graf geht ganz nahe an seine Sujets heran, manche Bilder sind überbelichtet, grell und verzerrt. Sie scheinen der Gegensatz zur Ästhetik der perfekten Werbefotos zu sein. Die rasche Vergänglichkeit des Mediums "Sofortbild" macht einem ein bisschen Angst. (Christian Weingartner, DER STANDARD/Printausgabe 10.5.2011)
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Und was für ein "bisschen Angst" das sein soll, möge ein guter Psychologe beantworten.
Eine Serie von (Kunst-)Studenten ist auch eine Generation. Wieso also "wirkt"?
Meine kleine Schwester könnte so einen journalistischen Fachartikel nicht so spannend und blumig schreiben.
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