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| Wien Museum eröffnet nach
Umbau neue Pforten |
Wien (APA) - Nach dreimonatigem Umbau
hat am Mittwoch das Wien Museum am Karlsplatz seine neuen
Pforten wieder geöffnet. Im Haus des Architekten Oswald
Haerdtl aus 1959 wurde das Foyer gänzlich neu gestaltet und
die Fläche für Sonderausstellungen verdoppelt. Eingeweiht wird
das renovierte Haus mit einer Ausstellung von Fotografien
August Staudas mit dem Themenschwerpunkt "Das Wien des 19.
Jahrhunderts".
Museumsdirektor Wolfgang Kos
betonte, dass es bei den Umbauarbeiten darum gegangen sei, den
Haerdtl-Bau ins 21. Jahrhundert zu bringen. Und er zeigte sich
mit dem Ergebnis, für welches das Architektenbüro BWM
verantwortlich zeichnet, durchaus zufrieden: "Das Haus selbst
ist zum Exponat geworden." Dennoch sei der jetzige Umbau, für
den das Museum ab dem 29. Jänner geschlossen hatte, nur eine
Zwischenetappe, lobte Kos das eigene "Reformstaccato". So sei
das 20. Jahrhundert im Museum immer noch nicht präsent - dafür
benötige man weitere 1.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche.
Dies sei aber ein Projekt für die Zukunft, dessen Finanzierung
noch nicht gesichert sei. Es könne - im Gegensatz zum jetzigen
Umbau - jedenfalls nicht aus dem regulären Budget des Museums
finanziert werden. Wiens Kulturstadtrat Mailath-Pokorny
gratulierte zum Umbau und strich hervor, dass nach seiner
Ansicht das Wien Museum in den vergangenen Jahren im
Kulturleben der Stadt wesentlich präsenter geworden sei. Man
sei weiter gekommen, als er vor drei Jahren bei der Bestellung
von Kos zum Direktor zu hoffen und träumen gewagt hätte. Erste
Schau im neu gestalteten Haus ist die Fotoausstellung "Wien
war anders. August Stauda. Stadtfotograf um 1900". Rund 3.000
Fotografien Staudas befinden sich insgesamt im Besitz des Wien
Museums. Eine Auswahl davon ist nun zu bestaunen.
APA
13:14 26.04.2006 |
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