Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig (MUMOK) eröffnet
"Ein bleibendes Denkmal"
"Spät kommt Ihr, doch Ihr kommt. Der weite Weg entschuldigt
Euer Säumen": Alt-Vizekanzler und -Wissenschaftsminister Erhard Busek als
Festredner bemühte am vergangenen Samstag Schillers "Wallenstein" zur
Eröffnung des Museums moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien (MUMOK) im
MuseumsQuartier, um sich als einer der Gründerväter dieses Hauses und des
MQ auch des "weiten Wegs" und seiner Hindernisse (und
Verhinderungsversuche) zu erinnern. Der Würdigung, dass dieses Museum
von einer "Unverwechselbarkeit" gekennzeichnet sei, dass man hier nicht
wiederum auf das stoße, was in so vielen Museen gleichförmig obligatorisch
sei, schlossen sich alle Redner an. Und alle betonten die
gesamteuropäische Dimension der Sammlung, die - und hier wurde von allen
die Arbeit von Direktor Lorand Hegyi hervorgehoben - einen speziellen
Schwerpunkt auf Mitteleuropa bei Künstlern aus Ost- und Südeuropa gebildet
habe. "Diese Sammlung repräsentiert statt banaler Klischees die
Struktur der mitteleuropäischen Moderne", meinte Paul Lendvai, sie schlage
transnationale Brücken. Jean-Hubert Martin (vormals Centre Pompidou und
nun Direktor des erst vor wenigen Tagen eröffneten Museum Kunst Palast in
Düsseldorf) hob das "globale Repertoire" des Hauses hervor, das über die
"Nato-Kunst" hinweggewachsen sei und das mit speziellen Schwerpunkten
aufwarten könne: Dank der Schenkungen des Ehepaars Ludwig (Pop-Art,
Hyperrealismus), dank der Sammlung Hahn (Fluxus und Nouveau Realism), dank
der Ankaufsmittel der Stiftung Ludwig, mit der es möglich wurde, dass hier
eine Kollektion der Arte povera zu finden ist, die auch in Italien
ihresgleichen suche. Besondere Akzente werden von dem wohl größten
Werkblock von Bertrand Lavier gesetzt, weitere Schwerpunkte bilden u. a.
die Arbeiten von Tony Cragg und Franz West. Bildungsministerin
Elisabeth Gehrer als Eröffnungsrednerin bekannte sich "zur wichtigen
Aufgabe, die Kunst und Kultur zu fördern" und versicherte, dass man nun
nach dem Erreichen eines wichtigen Zieles weitere vor Augen habe. Sie
verwies auf die zusätzlichen 800 Mill. Schilling für Investitionen in den
Ausbau von Museen. Unter Applaus versprach die Ministerin auch, dass das
20er Haus weiter für Ausstellungen zur Verfügung stehen und alsbald
saniert werde. Ihr besonderer Dank galt Stifterin Irene Ludwig und deren
verstorbenem Gatten Peter Ludwig, dem mit der Errichtung des Hauses "ein
bleibendes Denkmal" gesetzt werden konnte.
Erschienen am: 17.09.2001 |
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Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig (MUMOK) eröffnet
Museum auf Abruf: "Bilder von Wienern" bis zum 13. Oktober
Quer durch Galerien: Fotogalerie, artLab, Galerie Chobot
Kunsthistorisches Museum: "Luca Giordano (1634- 1705)"
MAK Ausstellungshall e: Dennis- Hopper- Retrospektive
KunstHausWien: Tiffany - Meisterwerke des Jugendstils
Quer durch Galerien: Galerie Hilger, Galerie Contact
Neue Galerie Linz: Spanische Kunst
Im
Atelier Augarten der Österreichischen Galerie:
Klimt- Ausstellung "Modernism in the Making"








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