In über siebzig Exponaten gehen der koreanische
Volksmaler Kim Man Hee und seine Schülerin Jeong Kui Ja der alten Frage
nach dem geglückten, guten Leben nach. Die zahlreichen Variationen zu
charakteristischen Motiven koreanischer Volkskunst wollen dabei in ihrer
Symbolhaftigkeit entschlüsselt werden - bloße Ornamentik sucht man ebenso
vergebens wie eine rein ästhetische Betrachtungsweise unangemessen wäre.
Zehn verschiedene Symbole kennt die koreanische
Volkskunst etwa für das traditionell beliebte Sujet "Langes Leben". Von
Wolken, Wasser und Bergen über Kraniche und Hirsche bis zum
"Unsterblichkeitskraut" reicht die Palette. Das Thema geht auf frühe
taoistische Paradiesvorstellungen zurück und ist in der Ausstellung in
mehreren Spielarten präsent. Darunter in Form eines etwa sechs Meter
langen Paravents - eines der zentralen Ausstellungsstücke.
König der Tiere
Ein anderes charakteristisches Motiv ist jenes von
"Tiger, Elster und Kiefer": Der Tiger gilt in Ostasien als König der Tiere
und symbolisiert die Tapferkeit, während die Elster als Bote froher
Nachricht gilt und die Kiefer für Ausdauer und Lebenskraft steht. Die
märchenhaft-exotisch anmutenden Exponate, die zuweilen unwillkürlich an
die "Naive Malerei" Henri Rousseaus erinnern, sind eine hervorragende
Einübung in alte koreanische Glücks- und Paradiesvorstellungen. ell
Bis 27. Jänner 2002, täglich außer Di, 10-18 Uhr.
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