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17.11.2001 - Ausstellung
Koreas Symbole: Tiger, Elster und die Kiefer
Das Völkerkunde-Museum in Wien zeigt unter dem Titel "Glück, Reichtum, Gesundheit - Wünsche für das Leben" aktuelle koreanische Volksmalerei.


In über siebzig Exponaten gehen der koreanische Volksmaler Kim Man Hee und seine Schülerin Jeong Kui Ja der alten Frage nach dem geglückten, guten Leben nach. Die zahlreichen Variationen zu charakteristischen Motiven koreanischer Volkskunst wollen dabei in ihrer Symbolhaftigkeit entschlüsselt werden - bloße Ornamentik sucht man ebenso vergebens wie eine rein ästhetische Betrachtungsweise unangemessen wäre.

Zehn verschiedene Symbole kennt die koreanische Volkskunst etwa für das traditionell beliebte Sujet "Langes Leben". Von Wolken, Wasser und Bergen über Kraniche und Hirsche bis zum "Unsterblichkeitskraut" reicht die Palette. Das Thema geht auf frühe taoistische Paradiesvorstellungen zurück und ist in der Ausstellung in mehreren Spielarten präsent. Darunter in Form eines etwa sechs Meter langen Paravents - eines der zentralen Ausstellungsstücke.

König der Tiere

Ein anderes charakteristisches Motiv ist jenes von "Tiger, Elster und Kiefer": Der Tiger gilt in Ostasien als König der Tiere und symbolisiert die Tapferkeit, während die Elster als Bote froher Nachricht gilt und die Kiefer für Ausdauer und Lebenskraft steht. Die märchenhaft-exotisch anmutenden Exponate, die zuweilen unwillkürlich an die "Naive Malerei" Henri Rousseaus erinnern, sind eine hervorragende Einübung in alte koreanische Glücks- und Paradiesvorstellungen. ell

Bis 27. Jänner 2002, täglich außer Di, 10-18 Uhr.



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