"Mitten aus der Arbeit gerissen"
Inge Morath wurde neben ihrer reportagehaften Arbeit vor allem für ihre Porträts von Kunst- und Kulturschaffenden berühmt. Durch den Tod wurde sie mitten aus ihrer Arbeit gerissen, heißt es in einer Aussendung des Otto Müller-Verlags.
Gegnerin des Spektakulären
Noch im Winter 2001 habe sie im Rahmen eines Buches über New York die privaten Gedenkstätten der Menschen im Anschluss an die Terroranschläge des 11. September fotografiert. Dies kennzeichne auch ihre fotografische Arbeitsweise: sie habe sich nie den spektakulären Ereignissen zugewandt, sondern immer versucht, den menschlichen Aspekt und das Alltagsleben festzuhalten.
Mitglied der legendären Fotoagentur Magnum
Morath, die 1923 in Graz geboren wurde, war seit 1953 Mitglied der legendären
Fotoagentur Magnum. Seit 1962 lebte sie in Connecticut (USA), wo sie mit dem
amerikanischen Dramatiker Arthur Miller verheiratet war. Die Trägerin des
Österreichischen Staatspreises für Fotografie war amerikanische
Staatsbürgerin.(APA)
Quelle: ©
derStandard.at