31.01.2002 13:28:00 MEZ
Inge Morath ist tot
"Mitten aus der Arbeit gerissen": Die Fotografin starb 78-jährig in New York - Über die Ursaches ihres Todes ist noch nichts bekannt

New York/Wien - Inge Morath ist tot. Die international renommierte Fotografin mit österreichischen Wurzeln starb am Mittwoch 78-jährig in einem New Yorker Krankenhaus, teilte ihr Salzburger Verlag mit. Über die Todesursache ist vorerst nichts bekannt.

"Mitten aus der Arbeit gerissen"

Inge Morath wurde neben ihrer reportagehaften Arbeit vor allem für ihre Porträts von Kunst- und Kulturschaffenden berühmt. Durch den Tod wurde sie mitten aus ihrer Arbeit gerissen, heißt es in einer Aussendung des Otto Müller-Verlags.

Gegnerin des Spektakulären

Noch im Winter 2001 habe sie im Rahmen eines Buches über New York die privaten Gedenkstätten der Menschen im Anschluss an die Terroranschläge des 11. September fotografiert. Dies kennzeichne auch ihre fotografische Arbeitsweise: sie habe sich nie den spektakulären Ereignissen zugewandt, sondern immer versucht, den menschlichen Aspekt und das Alltagsleben festzuhalten.

Mitglied der legendären Fotoagentur Magnum

Morath, die 1923 in Graz geboren wurde, war seit 1953 Mitglied der legendären Fotoagentur Magnum. Seit 1962 lebte sie in Connecticut (USA), wo sie mit dem amerikanischen Dramatiker Arthur Miller verheiratet war. Die Trägerin des Österreichischen Staatspreises für Fotografie war amerikanische Staatsbürgerin.(APA)


Quelle: © derStandard.at