01. April 2010 - 00:04 Uhr · · Kultur

Den Lebenskampf verloren: Aldemar Schiffkorn

Den Lebenskampf verloren

Er hat viele Jahre tapfer gegen seine schwere Erkrankung gekämpft, mit nicht zu brechendem Lebensmut und nicht nachlassender Arbeitsenergie. Jetzt ist der Kampf verloren: Aldemar Schiffkorn, Leiter des Büros für kulturelle Auslandsbeziehungen des Landes Oberösterreich, ist im Alter von 65 Jahren verstorben.

Schiffkorn – Sohn eines Beamten der Kulturdirektion des Landes und Gatte der Euro-Journal-Begründerin Elisabeth Schiffkorn in Linz – begann nach dem Philosophie-Studium 1978 seine Berufskarriere ebenfalls in diesem Amtsbereich und stand später an der Organisations-Wiege des Offenen Kulturhauses, für dessen ideelle Struktur er die ersten Konzepte entworfen hatte.

Nach seinem Wechsel in das 1990 nach dem Fall des Eisernen Vorhangs neu geschaffene Büro im Ursulinenhof, mit dem Oberösterreich kulturell mit außerösterreichischen Institutionen verknüpft werden sollte, hat er am Aufbau eines Netzwerks mitgewirkt, in das allgemein kulturelle, literarische, auch wissenschaftliche Institutionen, Kulturzentren und Fachleute von internationaler Reputation eingebunden waren.

Ein wesentlicher Faktor seines Bestrebens, länderübergreifende Aktionen als europäische Verbindungsmuster zu planen und zu demonstrieren, gelten Ausstellungs-Ketten wie „Grenzgänger“, die über Jahre hinweg durch Mittel- und das nördliche Südeuropa wanderten, oder auch das von 1991 bis 2000 international beachtete und beschickte Holzkunst-Symposium in Schwarzenberg am Böhmerwald, dessen Ergebnisse nach wie vor dort zu sehen sind. Schwarzenberg war auch seine zweite Heimat. Diese Plastiken gelten jetzt als Erinnerung an den Initiator. (ReTa)

Quelle: OÖNachrichten Zeitung
Artikel: http://www.nachrichten.at/nachrichten/kultur/art16,362705
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