Tirolwetter,Europawetter,Bergwetter,Wetterdaten,WetterbilderAktuell,Vorschau,Oberland,Innsbruck,Unterland,Osttirol

COMMUNITY

Veranstaltungen in Tirol,DiashowVereinsregisterÄrztekammer,Rechtsanwaltskammer,InstitutionenAktuell,Hotelindex,Livebilder,RoutenplanerFirmenindex,WerbungKleinanzeigen

Informationen zu Tirol OnlineLa Plaza,Chat Gästebuch,La Gazetta,i-chat PagerTirol Online Email-Verzeichnis,Ihre Meinung,ImpressumSuche weltweit,Linktipps,TT-Linktipps,Finder

2001-09-15 17:00
MUMOK-Eröffnungsfeier: "Wir haben es jetzt"
Langer Weg zu einem neuen Wegbegleiter zu einem gemeinsamen Europa und einer gemeinsamen Welt.
Foto: APA
Wien (APA) - "Spät kommt Ihr, doch Ihr kommt. Der weite Weg entschuldigt Euer Säumen": Alt-Vizekanzler und -Wissenschaftsminister Erhard Busek als Festredner bemühte am Samstag Schillers "Wallenstein" zur Eröffnung des Museums moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien (MUMOK) im MuseumsQuartier, um sich als einer der Gründerväter dieses Hauses und des MQ auch des "weiten Wegs" und seiner Hindernisse (und Verhinderungsversuche) zu erinnern.

So leistete Busek in der Reihe der Danksagungen an die Weggefährten zu diesem Haus, beginnend von verstorbenen Unterrichtsminister Heinrich Drimmel, ohne den Schwanzers Expopavillon nicht als Museum des 20. Jahrhunderts in Wien aufgestellt worden wäre, und der verstorbenen Wissenschaftsministerin Herta Firnberg, die die "Courage" hatte, das Museum moderner Kunst im Palais Liechtenstein zu etablieren und die Partnerschaft mit dem Sammler- und Stifterehepaar Peter und Irene Ludwig einzugehen, auch "einen schrägen Dank an jene, die es medial bekämpft haben". "Wir haben es jetzt dieses Museum moderner Kunst". Er lade dazu ein, über alle möglichen Kritiken hinwegzugehen, die in diesen Tagen darüber hinwegfegen, meinte Busek nach seinen Betrachtungen "österreichischer Befindlichkeiten".

Der Würdigung, dass dieses Museum von einer "Unverwechselbarkeit" gekennzeichnet sei, dass man hier nicht wiederum auf das stoße, was in so vielen Museen gleichförmig obligatorisch sei, schlossen sich alle Redner an. Und alle betonten die gesamteuropäische Dimension der Sammlung, die - und hier wurde von allen die Arbeit von Direktor Lorand Hegyi hervorgehoben - einen speziellen Schwerpunkt auf Mitteleuropa, bei Künstlern aus Ost- und Südeuropa gebildet habe.

"Diese Sammlung repräsentiert statt banaler Klischees die Struktur der mitteleuropäischen Moderne", meinte Paul Lendvai, sie schlage transnationale Brücken. Jean-Hubert Martin (vormals Centre Pompidou und nun Direktor des erst vor wenigen Tagen eröffneten Museum Kunst Palast in Düsseldorf) hob das "globale Repertoire" des Hauses hervor, das über die "Nato-Kunst" hinweggewachsen sei und das mit speziellen Schwerpunkten aufwarten könne: Dank der Schenkungen des Ehepaar Ludwigs (Pop Art, Hyperrealismus), dank der Sammlung Hahn (Fluxus und Nouveau Realism), dank der Ankaufsmittel der Stiftung Ludwig, mit der es möglich wurde, dass hier eine Kollektion der Arte povera zu finden ist, die auch in Italien ihresgleichen suche, die wohl größte Werkblock von Bertrand Lavier, bedeutende Arbeiten von Tony Cragg, Franz West, Ilya Kabakov oder Gilbert und George, die dem Museum Akzente Verleihen.

Lavier, Kabakov und Gilbert und George waren denn auch unter den Künstlern, die zur Eröffnung kamen, ebenso wie viele Museumsleiter. Den Auftakt zum Eröffnungsfest machte die Videopräsentation "The World of Gilbert und George" in Anwesenheit der Künstler, die im Global Village (am lokalen Beispiel London) die Frage nach Glück und Schönheit und dem Glücklich-Sein stellen müssen und denen, die dabei draußen bleiben, und die in diesen Tagen unvorhergesehen einen Kommentar zu dieser Welt, ihrer Gewalt und ihren Mangel an Solidarität lieferten.

Bildungsministerin Gehrer als Eröffnungsrednerin bekannte sich "zur wichtigen Aufgabe, die Kunst und Kultur zu fördern" und versicherte, dass man nun nach dem Erreichen eines wichtigen Zieles weitere vor Augen habe. Sie verwies auf die zusätzichen 800 Millionen Schilling für Investitionen in den Ausbau von Museen. Unter Applaus versprach die Ministerin auch, dass das 20er Haus weiter für Ausstellungen zur Verfügung stehen und alsbald saniert werde. Auch sie betonte, dass "die Sammlung eine bedeutende Rolle in der Entwicklung zu einem gemeinsamen Europa" spiele, sie sei "eine Chance, dass wir unsere alten Wurzeln wieder finden, alte Freundschaften neu beleben". Ihr besonderer Dank galt Stifterin Irene Ludwig und deren verstorbenem Gatten Peter Ludwig, dem mit der Errichtung des Hauses "ein bleibendes Denkmal" gesetzt werden konnte.

Tirol Online © 2000 Mail / Impressum
Land/Politik:
Wirtschaftsbund von Spaltpilz befallen
Ibk-Land:
Tiroler Kriminalbeamter im Dienste des Herrn

  • 4 YOU
  • SHOPPING
  • COMPUTER
  • REISEN
  • SPIELE

  • Kontraste