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"Bevor Corrales auf den Auslöser drückt, hat er seine Beute bereits auf der Netzhaut", so der kubanische Schriftsteller Jaime Sarusky. |
Die Ausstellung "El Che vive" zeigt zum
ersten Mal in Österreich eine Auswahl von Arbeiten des kubanischen
Fotografen Raúl Corral Fornos, bekannt unter dem Künstlernamen Raúl
Corrales. Es sind Werke eines herausragenden Chronisten der kubanischen
Revolution, der die künstlerische Begabung hatte, in den geschichtlichen
Ereignissen, denen er beiwohnte, auch die tiefen Emotionen und Gefühle der
beteiligten Menschen wiederzugeben. In den Bildern von Corrales sind Momente festgehalten, die über die
konkreten Geschehnisse hinausgehen und somit zu universeller Bedeutung
gelangen. Kuratiert wurde die Schau, die in Zusammenarbeit mit der
"Floridita Cuban Dance Bar" stattfindet und bis 29. Juni zu sehen ist, von
Thomas Mießgang.
Opfer des McCarthyismus Raúl Corral Fornos wurde am 29. Januar 1925 in Ciego de Avila in Kuba
geboren. Seine Karriere als Fotograf begann er 1944, anfangs als
Labor-Assistent und später als Foto-Reporter für die Agentur "Cuba Sono
Films". Als die Hexenjagd des McCarthyismus auch Kuba erreichte, wurde
"Sono Films" geschlossen. Ab 1953 arbeitete Corrales unter dem Namen Raúl
Varela für die Zeitschriften "Carteles" und "Bohemia". 1959 bis 1961 begleitete er Fidel Castro als Fotograf und dokumentierte
die erste Phase der Revolution. In dieser Zeit entstanden zahlreiche
Porträts von Ernesto "Che" Guevara und mittlerweile klassische Sujets vom
Aufstand der Massen.
Autor Sarusky über Corrales
Tipp: Ausstellung "El Che vive", Kunsthalle Wien, "project space" karlsplatz, bis 29. Juni, Informationen: 01/52189-33 | ||||||||||