Einige Werke ergänzen ältere Sammlungsbestände, neben Exports Modell sind Gemälde von Walter Obholzer und Hubert Schmalix aus den 1980ern darunter. Die übrigen Kunstwerke gehören der jüngsten Zeit an, darunter die schon vor den Terrorakten in den USA vom 11. September des Vorjahres heftig diskutierte "gelatin"-Aktion, bei der das durch die Anschläge zerstörte Gebäude für kurze Zeit einen Balkon bekam und die die Österreichische Galerie nur wenige Tage vor den Terrorattacken erwarb. Ebenso sind Arbeiten von Dorit Margreiter, Marko Lulic, Muntean/Rosenblum, Hans Schabus und Octavian Trauttmansdorff zu sehen.
Kommentar zur Kunst
Ein Resümee der ingesamt 244. Wechselausstellung der Österreichischen Galerie findet Kurator Thomas Trummer darin, dass "der Werkbegriff sich gegenwärtig immer öfter in Richtung eines Kommentars zur Kunst verändert". Das Kunstwerk, für das Multimedialität und Polyperspektivität selbstverständlich werden, wird "zur Selbstbeobachtung und Beschreibung seiner eigenen Produktionsbedingungen genutzt", häufig treten "wissenschaftlich oder politisch relevante Fragestellungen" zu Tage. So etwa im Werk von Lois Weinberger, der "aus der Beobachtung der Pflanzenwelt Thesen zu Migrationsbewegung und sozialen Reglements entwirft". Daneben scheint sich "derzeit eine wieder stärker an das Künstlersubjekt gebundene Form der Darstellung zu entwickeln", wie bei Geiger oder Schabus.
Dass heuer die Sammlung mit wichtigen Werken österreichischer
Gegenwartskünstler erweitert werden konnte, sei auch der Hilfe der
Galerieförderung des Bundes zu danken, wird von der Österreichischen Galerie
betont. Zur Ausstellungseröffnung am Dienstag Abend wird Kunststaatssekretär
Franz Morak (V) zur Galerienförderung sprechen. Weiters werden fast alle
teilnehmenden Künstler und Galeristen wie Ernst Hilger und Georg Kargl erwartet.
(APA)
Quelle: © derStandard.at