Let's present

Malerei, Keramik und Kulturwissenschaften - Positionen von Studierenden.


Die Ausstellung "Essence" erlaubt den Studierenden der Universität für angewandte Kunst meist von den Professoren ausgewählte Werke in professionellem Rahmen zu präsentieren.

Narrative Bilder

Die Frohner-Klasse ist mit zwei Malern vertreten, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Der Österreicher Stephan Hafner malt in vielschichtigen Braun- und Erdtönen dokumentierte Erinnerungen auf Leinwand.

"Ohne Titel", Stephan Hafner

Auf einem Bild ist eine Person in einer Schneelandschaft zu sehen. Gleißendes Licht fällt von links ein und schafft einen Raum zwischen der Figur und dem im Vordergrund mit wenigen Strichen angedeutetem Gerümpel. Die groben breiten Pinselstriche lassen einen Gedankenraum entstehen, in denen das Bild zu schwingen beginnt. Hafner erzählt mit wenigen Pinselstrichen eine Geschichte.

Gestische Expressivität

Gänzlich anders sind die Arbeiten seines Kollegen Stefan Zsaits. Hier wird gestisch und expressiv gearbeitet. Mit pastos aufgetragener Farbe schafft er Charakterköpfe, die direkt den Betrachter anspringen. Sie erinnern im Entfernten an die Farborgien eines Franz Ringels.

Keramik einmal anders

Otto Lorenz versucht mit seinen Studenten neue Weg der Keramik zu beschreiten. Weg von der ins Design gehenden Keramik eines Matteo Thun spannt sich der Bogen von der Baukeramik zum Porzellan.

Objekte

Petra Harter ist mit ein Meter großen, spitz zulaufenden ellipsenartigen Formen in rostrot zu sehen, die durch ein Eisen- und Plastikrohr im oberen Bereich filigran zusammengehalten werden.

Die Arbeit nennt sich "Balanceakt" und hält nur schwer einer Berührung stand. Es ist ein gelungenes Objekt, das an Skulptur erinnert und sich gut in einer weitläufigen Wohnung oder einem Garten machen würde.

Wippende Keramik

"Zuneigung", Elisabeth Sitek

Unter dem Titel "Zuneigung" schuf die Diplomandin Elisabeth Sitek Keramiken, die wie Bombenspitzen in Gummireifen stecken und sich drehen und wenden lassen. Oben mit einem Gummiüberzug abgefedert, neigen sich die Objekte einander zu und wenden sich voneinander ab.

Präsentation aller

Dem individualistischen Kunstanspruch widersprechend präsentiert sich die Klasse von Barbara Putz-Plecko und Erwin Wurm als Konglomerat künstlerischen Aussagen.

Das Institut für Kunst und Kulturwissenschaften lehnet es ab, eine Auswahl aus den Studierenden zu treffen und präsentiert sich als produktive Plattformen mit Inhalten, Performances und Information über das Wesen des Instituts.

Panoramas

An der Glaswand des 20er Hauses ist daher eine Diaserie von Arbeiten aller Studierenden zu sehen. In einem Art Kinoraum läuft ein 90-minütiges Video, das wie ein Panoramabild Arbeiten in den Räumen des Instituts zeigt.

Am Eröffnungsabend werden auch drei bis vier Performances stattfinden. Der Ausstellungskatalog fungiert als vierte Ebene, wo auf mehreren Seiten ein Bildstreifen von Werken der Studenten gezeigt wird.

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