| 30er mit Schwerpunkt | |
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Rudolf Schwarzkoglers große Qualität gab Ursula Krinzinger als junge Galeristin den Mut, wichtige Kunst nach Österreich zum Vergleich zu bringen. |
Mit einer "Hommage an Rudolf
Schwarzkogler" feiert die Galerie Krinzinger das Jubiläum ihres
30-jährigen Bestehens. Nicht von ungefähr stellt Ursula Krinzinger den
1969 verstorbenen Künstler ins Zentrum ihrer "Geburtstagsausstellung", die
am Mittwoch eröffnet wird. Bildet doch das Werk Schwarzkoglers über
Jahrzehnte hinweg einen Kernpunkt im Galerie-Programm.
Für die Jubiläums-Schau wurden österreichische und internationale
Künstler, die eine besondere persönliche und/oder künstlerische Beziehung
zu Rudolf Schwarzkogler haben, gebeten, ihm eine Arbeit zu widmen. Diese
Werke werden nun in der bis 23. März dauernden Ausstellung räumlich und
inhaltlich wichtigen Werkgruppen Schwarzkoglers gegenübergestellt. Hommagen von 36 Künstlern Stellvertretend für den Einfluss Schwarzkoglers zitiert die Galerie in
einer Aussendung Marina Abramovic: "Schwarzkogler opened the door of pain
for me. I entered the door and in the process lost the fear and found,
unexpected, the light." Namhaft und stattlich ist die Reihe der Künstler, die nun dem Künstler
Hommagen gewidmet haben: Marina Abramovic, Vito Acconci, Janine Antoni,
Gottfried Bechtold, Anna und Bernhard Blume, John Bock, Günter Brus, Chris
Burden, Heinz Cibulka, Valie Export, Günther Förg, Bruno Girolcoli, Al
Hansen, Anish Kapoor, Mike Kelley, Jürgen Klauke, Oleg Kurlik, Paul
McCarthy, Jonathan Meese, Bjarne Melgaard, Otto Mühl, Hermann Nitsch, Tony
Oursler, Nam June Paik, Gina Pane, Arnulf Rainer, Eva Schlegel, Karl Heinz
Schlögel-Hofer, Carolee Schneemann, Gavin Turk, Ben Vautier, Peter Weibel,
Benjamin Weissman, Franz West und Erwin Wurm. Internationale Wertschätzung Rudolf Schwarzkogler starb am 20. Juni 1969 - erst 28 Jahre alt - nach
einem Sturz aus dem Fenster seiner Wiener Wohnung. Er hinterließ ein
vielschichtiges Oeuvre, das zu seinen Lebzeiten nie ausgestellt worden
war. Auch seine Aktionen fanden - unter Ausschluss der Öffentlichkeit -
nur vor der Kamera statt. Lediglich bei der ersten - benannt "Hochzeit" -
waren Freunde als Publikum geladen. Bereits bald nach seinem Tod setzte das Bemühen von Edith Adam, der
Lebensgefährtin des Künstlers, und seiner Freunde Günter Brus, Heinz
Cibulka und Hermann Nitsch ein, Schwarzkoglers Werk einer breiteren
Öffentlichkeit bekannt zu machen. Sehr früh und sehr nachhaltig setzte
auch schon in den 70er Jahren die internationale Wertschätzung
Schwarzkoglers unter Künstlern ein. Kontakte mit USA Die Galeristin nahm sehr früh mit Künstlern der amerikanischen
Westküste Kontakt auf. Die internationale Wertschätzung Schwarzkoglers
unter Künstlern war enorm und setzte früh ein. So kannte und schätzte z.B.
Chris Burden Schwarzkolgers Arbeiten seit Anfang der 70er Jahre. So
beschloss die Galeristin, dieses Schwarzkogler-Special zu planen. Nitsch-Urteil "Jetzt rückschauend kann der direkte und indirekte Einfluss von
Schwarzkogler nicht Schwarzkogler begann erst später als Brus, Muehl und Nitsch in
Anlehnung an die Aktionsformen der Künstlerfreunde mit seinen Aktionen. Er
entwickelte eine sehr Nachlass-Verwalterin seit 1975
Seit 1975 verwaltet Ursula Krinzinger gemeinsam mit Edith Adam den
Nachlass von Rudolf Schwarzkogler. 1982 konnte Krinzinger ihn an die
Sammlung Ludwig Museum Moderner Kunst Wien (mumok) verkaufen. Dieses Ouvre kann als Grundstein der
heute beachtlichen Aktionismussammlung des mumok betrachtet werden. Tipp "Hommage an Rudolf Schwarzkogler", Ausstellung zum 30 Jahre-Jubiläum
der Galerie
Krinzinger, 31. Jänner bis 23. März 2002. | ||||||