Bregenz (VN-cd) Im Ranking um die Besucherzahlen ist Eva Jakob
die absolute Siegerin. 32.000 Personen kamen in die von ihr
gegründete Ausstellungshalle in der Feldkircher Johanniterkirche,
die im Sommer zur Außenstelle des Kunsthauses wurde.
Die kritischen Botschaften der amerikanischen Künstlerin Jenny
Holzer haben im Stammhaus am Bodenseeufer rund 18.000 Besucher
interessiert. Kunsthausdirektor Eckhard Schneider ist erfreut: "Dass
so viele Besucher bei dem komplexen politischen Thema kommen würden,
war nicht zu erwarten."
Fortsetzungen folgen
Was die Temperaturen betrifft, war es heuer nicht so heiß wie im
letzten Sommer, als sich etwas weniger Interessenten beim
Österreicher Franz West einstellten. Zu "heiß" war es nur
Amerikanern. Journalisten einer großen US-Zeitschrift sagten ihren
Besuch ab, weil man die kritischen Äußerungen der Landsmännin zur
Weltpolitik bzw. Bush-Regierung derzeit "nicht unterbringen" könne.
Im Kunsthaus präsentiert man demnächst den deutschen
Fotorealisten Thomas Demand. Eva Jakob zeigt in Feldkirch den
Schweden Lars Siltberg und wird einmal pro Jahr eine Kooperation mit
dem Kunsthaus durchziehen.
Wieder draußen
Die Besucherzahlen der Bregenzer Sommerausstellung im Magazin 4
und Künstlerhaus wurden noch nicht errechnet. Kulturamtsleiter und
Kurator Wolfgang Fetz geht aber davon aus, dass es gewiss keine
Einbußen im Vergleich zum Vorjahr gibt, als (bei kürzerer Dauer als
im Kunsthaus) etwas mehr als 3500 Interessenten kamen. Jene
B-Movies, auf die sich renommierte Gegenwartskünstler in ihren
Arbeiten bezogen oder die sie schätzen, unter freiem Himmel zu
zeigen, war aufgrund rechtlicher Verhältnisse nicht möglich, die
große thematische Bregenzer Sommerausstellung soll es aber weiterhin
geben und wenn es das Konzept zulässt, will man wie in früheren
Jahren auch wieder im öffentlichen Raum auftreten.