Berlin - Der österreichische Künstler Gerwald Rockenschaub wird mit dem diesjährigen Fred Thieler Preis für Malerei der Berlinischen Galerie ausgezeichnet. Die mit 15.500 Euro dotierte Auszeichnung wird dem 1952 in Wien geborenen Maler, der zwischen Design, Club-Culture, Architektur und Popkultur angesiedelt ist und zu den international renommiertesten bildenden Künstlern Österreichs gehört, am 19. April in der Berlinischen Galerie verliehen, teilte das Museum am Samstag mit.
Der Autodidakt, der auch auf der kommenden "documenta 12" vertreten sein wird, trat zum ersten Mal mit größerem Publikumsinteresse Anfang der 80er Jahre mitten in der Aufbruchstimmung der Neuen Wilden Malerei mit Ölbildern der einfachen Formen, klaren Farbigkeit und mit Piktogrammen hervor. Später schuf er auch farbige oder transparente Plexiglasscheiben, begehbare Gerüste, Treppen oder aufblasbare Skulpturen. Die Berlinische Galerie zeigt aus Anlass der Preisverleihung vom 20. April bis zum 20. August eine Malerei-Installation Rockenschaubs.
Bisherige Thieler-Preisträger sind unter anderem K.H. Hödicke, Walter Libuda, Marwan und Bernd Koberling. Der von dem Berliner Maler Fred Thieler (1916-1999) gestiftete Preis ist Künstlern gewidmet, deren künstlerisches Werk unabhängig vom gerade aktuellen Marktgeschehen unverwechselbar den eigenen "Positionszeichen" (Thieler) folgt. (APA/dpa)