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derStandard.at | Newsroom | Kultur | Bildende Kunst 
15. April 2009
19:13 MESZ

S.M.A.K. - Stedelijk Museum voor Actuele Kunst, 9000 Gent, Citadelpark. Bis 2. 8.

 

Zu den Stereotypen des amerikanischen Fernsehens: Dara Birnbaum: "Tapestry: Elegy for Donna", 2000.


Mediale Gegen-Bilder
Dara Birnbaums "The Dark Matter of Media Light" als Retrospektive in Gent

Die mediale Darstellung der (amerikanischen) Gesellschaft steht im Mittelpunkt der Arbeit von Dara Birnbaum. "The Dark Matter of Media Light" titelt nun auch ihre Retrospektive in Gent, in der Teile ihres persönlichen Archivs ebenso zu sehen sein werden wie nie vorher gezeigte Filme der Künstlerin.

Seit Ende der 1970er-Jahre hat sich Dara Birnbaum mit den Strukturen und Funktionen von Fernsehbildern auseinandergesetzt, wobei sie sich vor allem für die Stereotype des Weiblichen sowie die mediale Vermittlung politischer Ereignisse interessiert. Indem sie die Pop-Ikonen des Fernsehens in ihren Videoarbeiten rekonstruiert, hinterfragt sie die äußeren Bildwelten, aber auch die Produktionsformen sowie die manipulative Kraft des Massenmediums.

In der Retrospektive im Stedelijk Museum wird unter anderem ihre berühmte Arbeit "Hostage" (1993/94) zu sehen sein, in der sie sich mit dem Schock der amerikanischen Gesellschaft nach dem Terroranschlag auf das World Trade Center befasst, aber auch frühere Arbeiten wie ihre "Faust-Triologie" (1980er) oder das Video "Wonder Woman" (1978), in dem sie bestimmte Sequenzen aus der gleichnamigen TV-Serie zu einem ironisch-kritischen Videoclip zusammenfasste.

Für die Retrospektive hat die mehrfache Documenta-Teilnehmerin außerdem eine neue Arbeit realisiert, und zudem ist eine Monografie erschienen. (cb / DER STANDARD, Print-Ausgabe, 16.4.2009)

 

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