Österreichischer Kulturservice trennt
sich von Geschäftsführer Wimmer
Geht mit Jahresende - Heinz Gruber wird
interimistischer Geschäftsführer, bis Zukunft des ÖKS geklärt
ist.
Wien (APA) - Bei
einer Vorstandssitzung des Österreichischen Kulturservice
(ÖKS), bei der es um die Zukunft der in der Kulturvermittlung
tätigen Institution ging, wurde heute, Dienstag, eine
einvernehmliche Trennung vom bisherigen Geschäftsführer
Michael Wimmer ab Jahresende beschlossen. "Die Gründe liegen
in unterschiedlichen strategischen Unternehmensauffassungen",
sagte Wimmer zur APA. Interimistischer Nachfolger wird Heinz
Gruber, Sektionschef im Bildungsministerium und
Vorstandsvorsitzender des ÖKS.
"Es ist ein Kompromiss",
kommentierte Wimmer, der seit 1. Juli 1987 ÖKS-Geschäftsführer
war, seine Vertragslösung. Was er künftig machen wird, weiß er
noch nicht: "Ich war bis heute voll mit der Geschäftsführung
des Unternehmens befasst, das ich wesentlich dorthin gebracht
habe, wo es jetzt ist". In der Sitzung wurde beschlossen,
Arbeitsgruppen zur Evaluierung der bisherigen Tätigkeit des
ÖKS einzurichten. Gruber sagte gegenüber der APA: "Unser Ziel
sind schlanke Strukturen und an die heutige Situation
angepasste Formen".
Gemeinsam mit dem stellvertretenden
Geschäftsführer Gottfried Eisl, Projektmanagerin Ulrike
Gießner und Marketingleiterin Ursula Hilmar wird Gruber
interimistisch die Geschäfte führen. In den nächsten drei
Monaten soll es Gespräche mit verschiedenen Vertretern von
Kulturinstitutionen geben, um eventuelle Kooperationen und
Synergien zu prüfen. Weiters soll die Organisationsform
geprüft werden. Offen ist, ob es zu Fusionen kommen oder ein
Dachverband eingerichtet werden soll. Gruber befürwortet den
"Dachverband als Plattform für Beteiligte".
Definitiv
beibehalten wolle man die Trademark "ÖKS". "Die ist sehr gut
besetzt, und damit muss man sorgfältig umgehen", sagte Gruber,
"aber ob ein Verein oder eine Gesmbh dahinter stehen, ist dem
Kunden letztlich gleichgültig". Bis zum Frühjahr 2003 hofft
man auf ein neues Konzept und will dann erst einen neuen
Geschäftsführer suchen. Ob die jetzt begonnene Arbeit der
Gruppen auch von der neuen Regierung angenommen wird, bleibt
natürlich fraglich.
2002-10-08
16:33:47
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