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Aus Kärntner Landesgalerie soll Museum moderner Kunst werden

In den Räumen der Kärntner Landesgalerie soll ein Museum moderner Kunst entstehen. Das erklärte am Sonntag die Leiterin der Kulturabteilung des Landes Kärnten, Erika Napetschnig.

Klagenfurt (APA) - Sie wies die Kritik der SPÖ zurück, von einer "überfallsartigen Delogierung" könne keine Rede sein.
Kulturreferent Landeshauptmann Jörg Haider (F) plane, das Kerngeschäft, also die Galerietätigkeit, zu eliminieren und die Kompetenz der Landesgalerie auf die Aktualisierung des Depotbestandes und die Erstellung eines jährlichen Kataloges zu reduzieren, hatte die SP-Kultursprecherin Nicole Cernic am Samstag kritisiert. Anlass dafür war eine interne Dienstanweisung gewesen, wonach die Landesgalerie bis 15. Jänner übersiedeln müsse.

Für die interimistische Kärntner Kulturchefin Erika Napetschnig sind diese Vorwürfe lediglich Panikmache. Es könne weder von einer Veräußerung von Kulturgütern noch von einer Delogierung der seit 30 Jahren bestehenden Institution der Landesgalerie die Rede sein. Die Dienstanweisung besage lediglich, dass die Kärntner Landesgalerie mit neuen Aufgaben betraut werde. Dies sei eine Konsequenz der Neuorganisation der Kulturabteilung selbst.

Auch der Umbau der Räumlichkeiten der Burg in der Klagenfurter Innenstadt, dem Standort der Landesgalerie sei nicht in Frage gestellt. Vielmehr bringe dieser bzw. die Erweiterung die Notwendigkeit einer Neuausrichtung mit sich, erklärte Napetschnig. Ziel sei es, die Räumlichkeiten der Burg künftig als "Museum moderner Kunst" zu führen und zeitgemäßen Ansprüchen gerecht zu werden. Die Eröffnung der umgebauten Räumlichkeiten werde in der zweiten Jahreshälfte 2003 erfolgen.

Die Landesgalerie werde sich künftig der Aufgabe des Aufbaues einer Artothek widmen, so Napetschnig. Dies bedeute, dass sämtliche Kunstwerke, die sich im Besitz des Landes befinden, sichergestellt und endlich ordnungsgemäß inventarisiert sowie fachgerecht bearbeitet würden. Spekulationen über eine Veräußerung von Kulturgütern seien völlig unbegründet. Die Kunstwerke befänden sich nach wie vor im Landeseigentum, das nicht ohne Zustimmung der Landesregierung veräußert werden könne.

Außerdem würde dies vor allem der Aufgabe eines Museums moderner Kunst widersprechen, das sich vorgenommen hat, Kunstwerke zu sammeln, zu bewahren, wissenschaftlich aufzuarbeiten und vor allem der Öffentlichkeit zu vermitteln. Das Museum moderner Kunst werde eine verstärkte Hinwendung zum Publikum umsetzen. Fortgesetzt werde auch die Beschickung des so genannten Tiefenspeichers mit den rund 5.000 Exponaten und auch eine ordnungsgemäße Inventarisierung und Katalogisierung sei sichergestellt.
2003-01-05 16:00:07