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| Die zwei
letzten Bildhauer Lois Anvidalfarei und Simone Turra: Zwei Bildhauer
und ihre Zeichnungen im Schwazer Rabalderhaus. SCHWAZ. Der Südtiroler Lois Anvidalfarei ist hierzulande kein Unbekannter, der Trientiner Simone Turra schon. Ersterer hat in Wien bei Joannis Avramidis studiert, der andere in Mailand. Diese Prägung allein mag ein Grund dafür sein, dass die Kunst der beiden Bildhauer trotz unübersehbarer Verwandtschaften so unterschiedlich ist. Anvidalfarei wie Turra geht es um das Thema Mensch. Beide nähern sich zeichnend dem Körper an, der Südtiroler in einer grafisch dichten Selbstbeobachtung, der Trientiner in expressiver, von Farben dominierter Gestik. Trotzdem überzeugen die aufregend stillen, von extremen Perspektiven dominierten Körpererfahrungen Anvidalfareis weit mehr als die auf einen ersten Blick weit spektakuläreren Mischtechniken Turras. Die zwei Freunde bezeichnen sich selbst als die "letzten Bildhauer", was natürlich nicht ernst gemeint ist, aber andeuten soll, dass sie eine Tradition fortführen, die längst totgesagt ist. Jene Turras fußt im Mediterranen, was seine Skulpturen schönlinig und glatt ausfallen lässt. Weitaus aufregender sind dagegen die Anvidalfareis, der zwar einen gewissen Manierismus kultiviert, der allerdings völlig authentisch ist. Seine plumpen zwittrigen Figuren scheinen oft fast zu schweben, sich aufzulösen wie die malerisch behandelten Oberflächen. _________________________________________ Rabalderhaus Schwaz; bis 27. April, Dienstag bis Sonntag 16 bis 19 Uhr 2003-04-15 16:33:16 |