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ZOOM Kindermuseum zeigt von Kinderhand gezeichnete Kriegsbilder

Wie Kinderfantasie versucht, die unmenschlichen Schrecken von Krieg und Konzentrationslager zu fassen, ist ab heute, Mittwoch, bis zum 8. Oktober im ZOOM Kindermuseum in Wien zu sehen.

Wien (APA) -Die Ausstellung "Ich hab' den Krieg gezeichnet" versammelt rund 40 Kinderzeichnungen von historischen und aktuellen Kriegsschauplätzen. Bilder aus den nationalsozialistischen KZs, aus Vietnam, dem spanischen Bürgerkrieg, Afghanistan, Israel, Palästina, Bosnien oder Tschetschenien - direkt aus dem Krieg oder von der Flucht - werden im Rahmen des österreichweiten Theaterprojekts "Jugend gegen Gewalt" gezeigt.

Rund 20 Millionen Kinder leben nach Angaben des Museums derzeit in Kriegsregionen, jeder zweite Flüchtling der Welt ist ein Kind. Die ausgestellten Zeichnungen werfen "ein Schlaglicht darauf, welches Grauen sich hinter diesen Zahlen verbirgt". Für den Besuch der Schau mit Kindern wird empfohlen, an einer Führung teilzunehmen.

Die Bilder stammen aus der Sammlung von Francoise und Alfred Brauner. Das Ehepaar hat nach dem Zweiten Weltkrieg in Frankreich 440 Kinder betreut, die die Konzentrationslager Auschwitz und Buchenwald überlebt hatten. Die mittlerweile verstorbenen Sammler haben rund 2.000 Kriegsbilder von Kinderhand aus der ganzen Welt zusammengetragen. Wo möglich, vereinten sie Zeichnungen von Kindern aller Seiten des jeweiligen Konflikts.

"Ich hab' den Krieg gezeichnet". 24. 9. bis 8. 10., ZOOM Kindermuseum. Tgl. Führung um 10 Uhr (Reservierung notwendig, Tel. 01 524 79 08), Besuchsmöglichkeit ohne Führung: Mo bis Fr 12 bis 14 Uhr, Sa und So 12 bis 17 Uhr.
2003-09-24 09:03:48