Hohenems (VN-cd) Dornbirn hat sich von außen, nämlich vom Linzer
Universitätsrektor Kannonier, betrachten lassen, Hohenems hat die
hierzulande tätige Kulturmanagerin Eva Häfele beauftragt. Das Ziel
ist ein vergleichbares - eine Kulturstudie.
In Dornbirn ist die Sache schon ziemlich ausgereift und gelangt
demnächst in die Diskussionsphase, in Hohenems wird erst im Dezember
das "Grundlagenpapier für eine Kulturstrategie" präsentiert. Im Zuge
der Diskussionen um die Errichtung eines Kultursaales sowie nach
immer heftiger werdender Kritik an einer "im Koma liegenden
Kulturpolitik" ("Die Emsigen") erkannte man den Handlungsbedarf.
Neuorientierung
Außerdem ist die Stelle des Kulturamtsleiters Anfang 2005 neu zu
besetzen. Dr. Eva Häfele - erfahren in der Abklärung von Stärken und
Ressourcen von Unternehmen und Einrichtungen - geht davon aus, dass
das Kulturamt nach Errichtung des Kultursaales aktiv als
Veranstalter auftreten wird. Was die rund 40 Vereine und
Kulturanbieter betrifft,
richte sich der Blick einerseits
auf Vernetzung, andererseits auf Ausweitung der Stärken
überregional bedeutender Einrichtungen wie des Festivals Transmitter
oder des Orchesters Arpeggione.
Sulzer-Jahr
Das historische wie das Zukunftspotenzial der Stadt liege vor
allem im Jüdischen Viertel und beim Jüdischen Museum. Bevor die
Studie im Jahr 2005 wirksam wird, ruft man 2004 ein
Salomon-Sulzer-Jahr aus. Dem vor 200 Jahren in Hohenems geborenen
Kantor und Reformer werden in Kooperation mit regionalen und
internationalen Einrichtungen zahlreiche Veranstaltungen gewidmet.
Außerdem kann im nächsten Jahr der Sulzer-Saal in der ehemaligen
Synagoge eröffnet werden.