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derStandard.at | Kultur | Bildende Kunst 
15. April 2007
20:42 MESZ
Ein Künstler hadert mit "angeblichen Tierrechte"
Kanadische Kunstgalerie zog "einen Mikrokosmos der weltweiten Konflikte" mit lebenden Tieren zurück

Vancouver - Nach Protesten von Tierschützern hat eine Galerie im kanadischen Vancouver am Sonntag ein Kunstwerk mit lebenden Tieren aus seiner Ausstellung entfernt. Das "Theater der Welt" getaufte Ausstellungsstück versammelte Heuschrecken, Käfer, Taranteln, Tausendfüßler, Eidechsen, Glattechsen und Skorpione unter einer Kuppel nach Art eines Schildkrötenpanzers.

Laut Beschreibung zeigte das Kunstwerk des chinesisch-kanadischen Künstlers Huang Yong Ping "einen Mikrokosmos der weltweiten Konflikte". Die Tierschützer waren jedoch beunruhigt, da verschiedene Arten in dem Exponat zusammenlebten. Sie forderten, die Skorpione und Taranteln zu entfernen sowie den Tieren Wasser und Unterschlupfmöglichkeiten bereitzustellen.

Huang entschied sich wegen der Proteste jedoch, das gesamte Kunstwerk zurückzuziehen. Seinen Kritikern warf er vor, "das Konzept und die Ideologie des Kunstwerks" im Namen "angeblicher 'Tierrechte'" ignoriert zu haben. Diese widersprächen deutlich dem Recht, ein Kunstwerkes frei in einem Museum auszustellen. In den USA hatte das Werk zuvor bei verschiedenen Ausstellungen nicht zu Beanstandungen geführt. Das Pariser Centre George Pompidou hatte 1994 seine Präsentation allerdings verboten. (APA)


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