Die Besucherstruktur ist stabil geblieben - und doch
zeigt man sich in der Kunsthalle Wien ein wenig enttäuscht: Vom neuen
Standort im Wiener Museumsquartier hätte man sich mehr Aufmerksamkeit und
einen größeren Zustrom erwartet.
Ein Wunsch daher: An der Außenfront des Museumsquartiers
müßte anstelle des Gesamtlogos "MQ" auch Platz für andere Signale sein.
Man möchte auf die sich hinter der neutralen Fassade verbergende
Ausstellungshalle hinweisen können. Doch mit diesem Anliegen ist die
Kunsthalle wohl nicht alleine im neuen Kulturkomplex.
Insgesamt und hochgerechnet zählte die Kunsthalle 2001 -
d. h. noch im alten Quartier am Karlsplatz und nach zweimonatigem
Umzug und Sperre im neuen MQ - ca. 190.000 Besucher. Von diesen haben rund
85 Prozent Eintritt gezahlt, was Einnahmen von rund 5,5 Millionen
Schilling brachte. Rechnet man nach, zahlte der Kunsthallenbesucher somit
ungefähr nur 34 Schilling pro Besuch - bei regulären Ticketpreisen von 70
bzw. 50 (ermäßigt) Schilling! 2001 betrug die Subvention 55 Millionen
Schilling.
Die Fragebögen wurden in der Zeit der
Eröffnungsausstellungen "Steve McQueen" (9. 5. bis 19. 8.) und
"Barocke Party" (12. 6. bis 16. 9.) ausgegeben. Eine weitere
Untersuchung fand im August statt. Durchgeführt wurde sie von der
"Interconnection Consulting Group".
Der neue Standort der Kunsthalle wurde jedenfalls
generell gut angenommen und in fast allen Bereichen als Verbesserung
befunden. Laut dieser ersten Erhebung führen bei den Kunsthallenbesuchern
die Studenten mit 39,8 Prozent die Statistik an. Vor allem Zeitungen und
Plakate haben dabei das Interesse geweckt, und die Mehrzahl der Gäste
erschien zu zweit. Noch lieber als in Ausstellungen gehen
Kunsthallenbesucher ins Theater. 34,2 Prozent aller Kunsthallenbesucher im
letzten Juni deklarierten sich als Leser der "Presse". mus
100 Schilling entsprechen 7,27 €
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