| Dreamtime | |
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Mit Traumzeit, Wüste aber auch Alltagsproblemen beschäftigen sich
die Kunstwerke von Aboriginal-Artists - zu sehen in der Sammlung Essl in
Klosterneuburg bei Wien.
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"Es heißt, wir seien seit 60.000 Jahren
hier, aber wir leben hier schon viel länger. Wir sind schon in der Zeit
vor der Zeit hier gewesen. Wir sind direkt aus der Traumzeit unserer
schöpferischen Ahnen gekommen und wir haben hier gelebt und die Erde so
erhalten, wie sie am ersten Tag war."
Art - Magic - Totem
Jukurrpa - Traumzeit - Didjeridoo
In Zentralaustralien dürfen die Künstler nur diejenigen Totem-Tiere
malen, die ihnen von früheren Generationen im "Dreaming" vererbt worden
sind. "Zu dem tieferen Wissen wird ein Weißer aber niemals vordringen, es
sei denn er wurde adoptiert und in einen Clan initiiert. Aber dann darf er
erst recht nicht darüber reden, weil das geheime Wissen nicht außerhalb
der Gruppe besprochen wird", weiß Semi-Insider Smith.
Learning by Dreaming "Die Bilder, die wir heute auf Leinen sehen können, wurden ursprünglich
im Sand gezeichnet und hielten nur so lange, bis der Wind sie verblasen
hat", schreibt einer der bekanntesten Aboriginal-Artists, Malcolm Nelson
Jagamarra, in seinen "Dreaming Stories". "Leinen ist haltbar und gibt der
Welt die Chance, über das Dreaming der Aboriginals ihren Way of Life und
ihre Werte zu lernen". Als begeisterter Lernender zeigt sich auch Alec Smith, wenn er sagt:
"In dieser ältesten Kulturform ist die absolute Basis der Menschheit
gegeben. Das Gemeinschaftsdenken, die gelebte Einheit Natur - Mensch.
Faszinierend!" Weißer Markt
Teilen ist Gesetz Künstler wie Malcolm Nelson Jagamarra sind innerhalb ihrer Gemeinschaft
hoch angesehen. Das hat (nicht nur) einen ökonomischen Grund. Wenn sie ein
Bild verkaufen, teilen sie das Geld auf ihre Großfamilien auf. Dazu sind
die Artists verpflichtet. "Das ist Gesetz. Manche Groß-Familien, die in
hochkomplizierte Verwandtschaftssysteme klassifiziert sind, hängen
ausschließlich vom Bilderverkauf eines einzigen Künstlers ab," verweist
Aboriginal-Art-Experte Alec Smith auf die schlussendlich weitverzweigten
Auswirkungen dieser Kunst auf die Alltagswelt der einzelnen Stämme. Links: Sammlung Essl -
Ausstellung bis 30. September in Klosterneuburg bei Wien | ||||||||||||