OÖNachrichten
von
Silvia Nagl
Die Grenzen verschwimmen
Festival Ars Elctronica vom 1. bis 6. September unter dem Motto "Hybrid - Living in Paradox": Die meisten Programmpunkte sind bereits fixiert.

Traditonell getrennte Bereiche verschmelzen zu neuen Produkten, vermeintlich nicht Zusammenpassendes wird zusammengeführt: hybride (=zwitterhafte) Gebilde, Formen, Wesen und Allianzen - entstehen. Grenzen - nationale, materielle, technologische und auch psychologische - überlagern sich. Das ist, vereinfacht und kurz gesagt, die Thematik des diesjährigen Festivals.

Einige Neuerungen werden von der Festival-Leitung, Gerfried Stocker und Christine Schöpf, angekündigt:

Animation Festival, "Erstmals dieses Festival im Festival, weil in dieser Kategorie beim Prix Ars Electronica immer mehr Einreichungen kommen", sagt Schöpf: die besten 100 der insgesamt 450 Einreichungen werden gezeigt.

Am 1. September ein neuer Platz für ein abendliches Eröffnungsfest: die ÖBB-Montagehalle an der Unionkreuzung.

Die bislang im O. K stattfindende u19-freestyle computing-Ausstellung wird im Ars Electronica Center gezeigt. Und ebendort gibt es ein neues Angebot für Kinder und Jugendliche, nämlich Führungen während des Festivals. Im O.K aber wieder die Cyberarts-Ausstellung mit Projekten des Prix Ars Electronica 2005.

Neu die "Featured Artists", Einzelpräsentationen der Künstler Theo Jansen und seiner großen "Strandbeests", und des "Granular Synthesis"-Mitgliedes Ulf Langheinrich.

Die bewährten Säulen des Festivals:

• Symposion (2. und 3. September) im Brucknerhaus: Kurator ist Derrick de Kerckhove, Leiter des Marshall McLuhan Program in Culture & Technology an der University of Toronto. Mit dabei u.a. Neil Gershenfeld, Autor des Buches "The Cluetrain Manifesto" über das Ende von New Economy, Donatella Della Ratta, die kürzlich mit einer Analyse über Meinungsvielfalt in den USA und in arabischen Ländern aufhorchen ließ, und Aminata Traoré, ehemalige Kulturministerin in Mali und Globalisierungsgegnerin.

• Prix Ars Electronica Forum (4., 5. und 6. September) im Brucknerhaus: Gewinner des Prix werden ihre Projekte erklären, und Jury-Mitglieder ihre Wahl begründen.

• Campus: Präsentationen der Srishti School of Art Design & Technolgoy aus Bangalore/Indien, der Istanbul Bilgi University aus der Türkei. Und besonders erfreulich, dass Studenten des sich erst vor einem Jahr an der Kunstuni installierte Lehrganges "Interface Culture" Projekte präsentieren.

• Eröffungsprojekt "Hotspot Linz" (1. September, 19 Uhr am Linzer Hauzptplatz): Die Stadt Linz will bis 2008 an mehreren hunderten Plätzen kostenlosen Internet-Zugang für die Bürger ermöglichen. Ein virtuelles Gästebuch am Hautplatz wird den Beginn für diese Aktion setzen.

Info und Termine: http://www.aec.at/



OÖnachrichten vom 22.06.2005
 
   



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