Schmied: Vorwärtsstrategie bei Museen trotz Krise
Kulturministerin Schmied hat am Donnerstag den "Masterplan für Investitionen in die Bundesmuseen bis 2013" präsentiert. Dieser umfasst drei Projekte im Gesamtvolumen von 51,5 Mio. Euro. Mit der Wiedereröffnung der Kunstkammer (2012), der Schaffung des Literaturmuseums (2013) und der Ausfinanzierung des 20er-Haus-Umbaus (2011) könne sie trotz Krise "eine Vorwärtsstrategie" einschlagen, so Schmied.
apawien
Die Gesamtkosten für die Kunstkammer betragen demnach 18,0 Mio. Euro, 3,5 Mio. davon werden durch private Sponsoren aufgebracht. Das im Rahmen der Österreichischen Nationalbibliothek einzurichtende Literaturmuseum im ehemaligen Hofkammerarchiv, in dem neben der Präsentation von Vor- und Nachlässen auch Lesungen und andere Veranstaltungen stattfinden sollen, wird auf 2,2 Mio. Euro geschätzt, die zur Gänze durch das Kulturministerium getragen werden.
Die Gesamtkosten des Umbaus des künftig vom Belvedere betriebenen 20er Hauses, in dem auch die Artothek des Bundes und der Wotruba-Nachlass untergebracht werden, bezifferte die Ministerin mit 31,3 Mio. Euro. Für die in Kürze abgeschlossene Bauphase 1 kamen bzw. kommen 10,7 Mio. Euro aus dem Wirtschaftsministerium, 2,7 Mio. Euro aus dem Kulturministerium und 1 Mio. aus der Wotruba-Stiftung.
Drei weitere Projekte befänden sich „in Planung“, ihre Umsetzung sei derzeit jedoch nicht gesichert, schilderte Schmied: Für die vorgeschlagene Zusammenführung des Völkerkundemuseums und des Volkskundemuseums in ein neues Museum der Kulturen habe sie kürzlich die Erstellung der Detailplanung beauftragt. Die dringend notwendige Errichtung eines Tiefspeichers der Nationalbibliothek könne dagegen „im Rahmen des Kunst- und Kulturbudgets nicht verwirklicht werden“, sagte Schmied.
