


Wien - Katrina Daschner stellt den Geschlechterstereotypen der Unterhaltungsindustrie Störbilder entgegen. Katrina Daschner wird heute, Dienstag, für ihr Werk mit dem dieses Jahr zum 30. Mal verliehenen und mit 11.000 Euro dotierten Otto-Mauer-Preis ausgezeichnet.
Vor fünf Jahren präsentierte die Künstlerin unter dem Titel Dolores ihre Bearbeitung des Lolita-Stoffs von Vladimir Nabokov. Zwei Jahre danach thematisierte sie in der Performance-Installation TäterIn die Dynamiken sexuellen Missbrauchs und die Gewalt in der Familie.
Die 1973 in Hamburg geborene, international präsente Künstlerin navigiert zielsicher zwischen künstlerischen Medien. Im vergangenen Juni präsentierte sie sich im Kunstraum "Ve.Sch" mit Renate Bertlmann, daneben lärmt sie mit der Performance-Band SV Damenkraft gemeinsam mit Sabine Marte, Gini Müller und Christina Nemec.
Außerdem hat sie 2001 und 2002 mit Johanna Kirsch und Stefanie Seibold den Performanceraum "Salon Lady Chutney" betrieben. Daschner unterrichtete an der Akademie am Schillerplatz und leitete zuletzt eine Performance-Klasse an der Salzburger Sommerakademie.
Nach der heutigen Preisverleihung im Wiener Erzbischöflichen Palais wird Katrina Daschner im Jesuitenfoyer vom 3. Dezember bis zum 16. Jänner ausgewählte Arbeiten zeigen. (Helmut Ploebst, DER STANDARD - Printausgabe, 30. November 2010)
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