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von
Silvia Nagl
LENTOS: Der erste Durchgang durch das neue Juwel an der Donau bereitet pure Freude
Das beste Kunstmuseum Österreichs
Am 26. Februar 1998 wurde im Gemeinderat beschlossen, ein neues Kunstmuseum für Linz zu errichten. Am 2. März 2000 wurde im Gemeinderat der Grundsatzbeschluss zum Bau gefasst. Am 8. September 2000 erfolgte der Spatenstich zu dem Museum, das den Namen Lentos tragen sollte, an der Donaulände. Am 18. Mai 2003, nach 29-monatiger Bauzeit wird das Lentos im Beisein von Bundespräsident Thomas Klestil feierlich eröffnet. Und der erste Rundgang bei der gestrigen Pressekonferenz, an der Bürgermeister Franz Dobusch, Kulturstadtrat Reinhard Dyk, Lentos-Direktor Peter Baum und der Zürcher Architekt Jürg Weber teilgenommen haben, bestätigt, was Peter Baum beim ersten Rundgang durch das Haus in vollem Glück verkündet: "Das Lentos ist das derzeit beste Kunstmuseum Österreichs."

Die Vorfreude, dieses Juwel am kommenden Sonntag für die Menschen eröffnen zu können, ist unüberseh- und unüberhörbar. Für den nackten "Betonklotz" von einst ist der Linzer Bürgermeister gehörig geschimpft worden, jetzt, in seiner Außenhaut, löst das Haus zustimmende Begeisterung aus. Und Kulturstadtrat Reinhard Dyk zitiert aus einer im April des Vorjahres erstellten Umfrage, wonach schon zu diesem Zeitpunkt 54 Prozent der Linzer Bevölkerung das Lentos als Bereicherung des Kulturlebens verstanden haben. Seine "Schweizer Kiste mit Durchblick", so sagt der Architekt Jürg Weber, setze einen neuen Akzent in der Silhouette der Stadt. Und Museumsdirektor Peter Baum, für den das Lentos die Krönung seines Lebenswerks bedeutet, stattet der heimischen Politik seinen Respekt und seinen Dank ab für das Vermögen, diese kulturelle Großtat "ohne falsche Kompromisse zügig durchzusetzen".

Das Tageslicht flutet von oben in die makellos klare und kühl elegante Betonarchitektur der Ausstellungsräume, wo Peter Baum zur Eröffnung die Ausstellung "Avantgarde und Tradition" aus den Sammlungsbeständen des Hauses entworfen hat. "Porträt", "Landschaft", Paradies", "Informel" und "Neue Malerei" heißen die thematischen Schwerpunkte. 250 Werke von Arnulf Rainers kleinformatigen Übermalungen bis zu Markus Prachenskys gewaltigem "Rouge sur blanc", von Egon Schiele bis Andy Warhol, von Karel Appel bis Oskar Kokoschka kommen hier zu ihrer überwältigenden Wirkung. Einfach pure Freude!

Wir werden Ihnen natürlich das Lentos noch ausführlich vorstellen in unserer Ausgabe vom Freitag, 16. Mai.



OÖNachrichten vom 13.05.2003
 
   







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