
Richter Leo Hart vom Amtsgericht in Melbourne bezeichnete Barnetts Aktion in seiner Urteilsverkündung am Montag nicht nur als "merkwürdig", sondern auch als "dumm" und verurteilte ihn zu 15 Monaten Haft, davon zwölf auf Bewährung sowie zu einer Geldstrafe von umgerechnet 3900 Euro.
Barnetts Anwältin Sharon Kenneth bezeichnete ihren den 46-Jährigen als "frustrierten Künstler, der von der Gesellschaft anerkannt werden wollte". "Er wollte Werbung machen, um in die Kunstszene aufgenommen zu werden", sagte sie. "Keine wichtige Galerie wollte seine Werke haben." Barnett habe sich reumütig gezeigt, und sein Verhalten sei ihm "peinlich". "Seine Absicht war es, eine Friedensbombe zu schaffen, weil er genug vom Hass in der Welt hatte", erläuterte die Anwältin die Aktion. Sein Kunstwerk habe Barnett der National Gallery als Darstellung des Friedens stiften wollen. (APA)