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derStandard.at | Kultur | Bildende Kunst 
16. April 2007
12:33 MESZ
Foto: peacebombs.org
Nicht die Friedensbombe von Colin Barnett, sondern die "Peace-Bombs" sind Kerzen, die zu einem friedlichen Miteinander anregen wollen unddie Sinnlosigkeit der gefährlichen, noch immer nicht verbotenen Streuminen thematisieren.

Für "Friedensbombe"ins Gefängnis
46-Jähriger australischer "frustrierter" Künstler Barnett wollte mit Bombenattrappe vor der National Gallery in Victoria Aufmerksamkeit erregen

Melbourne - Ein australischer Künstler, der mit einer Bombenattrappe die lang ersehnte Aufmerksamkeit erregen wollte, ist zu drei Monaten Haft verurteilt worden. Colin Barnett hatte eine Skulptur in Form einer Vase vor dem Museum National Gallery of Victoria in Melbourne platziert und die Polizei auf einen verdächtigen Gegenstand aufmerksam gemacht. Die Beamten fanden die Vase mit den Aufschriften "Friedensbombe" und "Zerbrechlich: Vorsichtig behandeln".

Richter Leo Hart vom Amtsgericht in Melbourne bezeichnete Barnetts Aktion in seiner Urteilsverkündung am Montag nicht nur als "merkwürdig", sondern auch als "dumm" und verurteilte ihn zu 15 Monaten Haft, davon zwölf auf Bewährung sowie zu einer Geldstrafe von umgerechnet 3900 Euro.

Barnetts Anwältin Sharon Kenneth bezeichnete ihren den 46-Jährigen als "frustrierten Künstler, der von der Gesellschaft anerkannt werden wollte". "Er wollte Werbung machen, um in die Kunstszene aufgenommen zu werden", sagte sie. "Keine wichtige Galerie wollte seine Werke haben." Barnett habe sich reumütig gezeigt, und sein Verhalten sei ihm "peinlich". "Seine Absicht war es, eine Friedensbombe zu schaffen, weil er genug vom Hass in der Welt hatte", erläuterte die Anwältin die Aktion. Sein Kunstwerk habe Barnett der National Gallery als Darstellung des Friedens stiften wollen. (APA)


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