Am "Mahnmal gegen Krieg und Faschismus" auf dem Wiener Albertinaplatz nagt der Zahn der Zeit. So weist etwa das "Tor der Gewalt", das aus Granit und Marmor besteht, an der Stirnseite des mehrteiligen Denkmals bereits Sprünge auf. Eine Einhausung als Sofortmaßnahme ist geplant. Sie soll in den nächsten Wochen errichtet werden. Im Frühjahr soll das 1988 von Alfred Hrdlicka errichtete Mahnmal dann restauriert werden, hieß es am Montag in einer Aussendung des Rathaus-Kulturressorts.
Es wurde an der Stelle des 1945 durch einen Bombenangriff zerstörten Philipp-Hofes errichtet. Da die meisten Opfer des Angriffs nie geborgen wurden, war der Standort umstritten. Erst ein Machtwort des damaligen Bürgermeisters Helmut Zilk (SPÖ) ermöglichte die Realisierung. Markant Teile des Mahnmals sind neben dem "Tor der Gewalt" vor allem der "straßenwaschende Jude".
Gutachten mit Ultraschall
Nachdem die Sprünge im Stein entdeckt wurden, veranlasste die Kulturabteilung Maßnahmen - und zwar auf der Grundlage von technologischen Gutachten samt Ultraschallmessungen. Zur Sicherheit der Besucher und zum Schutze des Denkmals wurde eine Einhausung in Form einer Holzkonstruktion beauftragt.
Anschließend erfolgt eine Restaurierung: Sie ist in Zusammenarbeit mit dem Alfred Hrdlicka und einem Expertenteam für April 2009 geplant.
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