Junge Kunst aus Tschechien in Salzburg
So manche Länderschau im Salzburger Hangar-7 führte an exotische Orte, die 18. Ausstellung der Kunst-Reihe widmet sich nun einem Nachbarstaat. Tschechien steht im Blickpunkt, Chefkuratorin Lioba Reddeker hat acht Künstler im Alter von 25 bis 40 Jahren ausfindig gemacht. Daraus entstand die Schau "Ein Tanz", die ab morgen, Samstag, bis Mitte September zu sehen ist.
Den roten Faden dieser Gruppenschau bildet - charakteristisch für die Reihe HangArt-7 - der Ansatz zur figurativen Malerei. Dieser Kunstbegriff kann jedoch im ehemals kommunistischen Tschechien kaum auf ernsthafte Tradition verweisen, wie der Maler und Co-Kurator Daniel Pitin erläutert. "Unsere Lehrer waren noch völlig isoliert, das Figurative als realsozialistisches Dogma war in der Kunstszene selbst völlig verpönt. Erst unsere Generation kann mit diesem Ansatz frei umgehen."
Die ausgestellten Werke unterstreichen die neue Lust am Gegenständlichen, die mit reichlich Ironie versetzt ist. So malt die 27-jährige Alzbeta Josefy klassische Porträts, spielt aber mit den Klischees und baut geschickt Fehler in ihre Werke ein. Veronika Holcova, Jahrgang 1973, widmet sich der Landschaftsmalerei mit einer surrealistischen und symbolistischen Note.
Die Kindheitserinnerungen aus einem Vorort Prags prägen die düsteren Ölbilder von Josef Bolf, der die angespannte Atmosphäre während der kommunistischen Herrschaft sichtbar macht. Auch die Kunst von Zbynek Sedlecky ist von Erinnerung geprägt, der Ostrauer bringt die realsozialistische Architektur des grauen Industriezentrums auf die Leinwand. Solch Themengewichtung interessiert Jakub Spanhel kaum, seine großformatigen Acryl-Bilder lassen etwa einen Luster hinter einem Schleier von Farbschichten nahezu verschwinden.













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