Frage 01 : Inwieweit
identifizieren Sie sich mit dem Fernsehen?
Ich gelte als eine Angehörige der ersten Generation, die ganz und gar
mit oder durch das Fernsehen groß geworden ist. Daher war, wie es scheint,
das Gespräch um meine Arbeit ebenso wie um die Arbeit anderer Künstler,
die in den frühen 80er Jahren erwachsen wurden, immer vom Fernsehen
bestimmt.
Laurie Simmons
Frage 02 : Können Sie sich an ihre erste Begegnung mit dem
Fernsehen erinnern?
"Die Mumie" im österreichischen Fernsehen - vormittags um halb elf, das
hieß "Schichtarbeiterprogramm". Ich schwänzte an dem Tag die Schule und
hab' mich fast angeschissen vor Angst. Das nächste Mal lief dann "Die
Fliege". War auch nicht viel besser.
Thomas
Demand
Frage 03 : Sind Sie mit oder ohne Fernseher aufgewachsen?
Mit, und er war immer an.
Joshua
White
Frage 04 : Ist Fernsehen für Sie wichtig? Welche Rolle spielt es
in Ihrem Leben?
Betäubung.
Sean Landers
Frage 05 : Würden Sie Fernsehen gerne aus Ihrem Leben
verbannen?
Automatisch, aber ohne Fernsehen wäre es unerträglich
anstrengend.
Christoph Schlingensief
Frage 06 : Welche Sendung oder welches Fernsehereignis
beeindruckte Sie am meisten? Wie und warum?
Alles, was meine Paranoia nährt, von "Die Simpsons" bis
CNN.
Maurizio Cattelan
Frage 07 : Möchten Sie glauben, was Sie im Fernsehen sehen?
Ich möchte glauben, was ich sehe, aber ich weiß, das sollte ich
nicht.
Gerwald Rockenschaub
Frage 08 : Wären Sie gerne mal im Fernsehen - oder waren Sie
schon?
Ich bin schon etliche Male im Fernsehen gewesen, allerdings immer nur
in Deutschland. Laut meinen amerikanischen Freunden zählt das
nicht.
Christine Hill
Frage 09 : Wie würden Sie sich selbst gerne für und in den
Medien neu erfinden?
So wie ich bin. Mein Leben taugt schon fürs Fernsehen.
Miltos Manetas
Frage 10 : Können Sie sich ein Leben ohne Fernsehen vorstellen?
Wenn ja, wie würde es aussehen?
Ich könnte ohne Fernsehen leben (der menschliche Körper kann bis zu
sieben Tage ohne Wasser auskommen, einen Monat oder mehr ohne Nahrung; der
menschliche Geist kann unbestimmt lange ohne Fernsehen auskommen), aber
warum sollte ich?
Raymond
Pettibon