| Zeitgenössische russische Kunst im MAK | ||||
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Unter dem
Titel "Davaj-Russian Art Now" zeigt das Museum für Angewandte Kunst bis
zum 22. September aktuelle Positionen russischer Kunst. Die ausgestellten
Künstler stammen nicht aus den Metropolen wie Moskau oder St. Petersburg.
Sie wurden aus dem gesamten Land zwischen Novosibrsk und Wladivostok
eingeladen. Entstanden ist eine kompromisslose Schau die, die heutige
Kunstszene in Russland reflektiert. Die Kuratoren Gearbeitet wurde mit russischen Kuratoren, um einen westlich eingefärbten Blick auf Russland zu vermeiden. Nailja Allachverdijewa ist eine von ihnen. Sie ist Leiterin eines staatlichen Zentrums für Gegenwartskunst und hat die Künstler aus Wladiwostock, aus dem alleröstlichsten Zipfel Russlands, betreut. Allachverdijewa beschreibt wie sehr die sowjetische Diktatur die Haltungen von Künstlern prägte: Die Generation der heute 38-jährigen seien aus der ehemaligen Kunstszene des Untergrunds entwachsen. Die nächste Künstlergeneration - 25-Jährigen - wären bereits in einem freien Land aufgewachsen. Die machten eine radikal neue Kunst. Einige Positionen Alexander Schaburow zeigt sein Wandermuseum des Superman Iwan Frosch, in dem er in hundert kleinen Gegenständen ein episches Panorama des Lebens eines russischen Superhelden entstehen lässt. Die Künstlergruppe Escape bietet Reisen in den russischen Alltag an. Lisa Morosowa führte ihre Gäste nach Zarendorf, in die Nähe von St.Petersburg, wo Puschkin eine zeitlang lebte. Das eigentliche Anliegen der Reisen sei natürlich ein künstlerisches, erzählt Lisa Morosowa. Die Reisen bestünden aus einer Serie von Performances. Sie führe ihre Gäste etwa mit verbundenen Augen und barfuß in den nächtlichen Wald. So würden die Reiseteilnehmer selbst zum Teil der Performance und damit zu Künstlern. Dass diese Reisen noch niemand gekauft hat, ist ein wesentlicher Bestandteil der russischen Kunstszene. Der Kunstmarkt ist erst im Entstehen und es hätte keinen Sinn für diesen Markt zu produzieren. Daher entstehen keine Produkte, sondern Ideen. MAK Chef Peter Noever, der seit drei Jahren an diesem Projekt arbeitet, ist bis ins tiefste Russland gereist um die Künstler kennen zu lernen. Link: Museum für Angewandte Kunst | |||
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