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derStandard.at | Kultur | Bildende Kunst 
14. Jänner 2005
18:55 MEZ
Mehr über die "Wand der Sprache" am Schwendermarkt am Dienstag im Schüler-STANDARD.

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Kunst im öffentlichen Raum
 
Foto: w.hoch.2wei,

Dachgarten-Kunst und "urbane Parasiten"
Erste Ergebnisse vom Fonds für öffentliche Kunst – ÖVP will gesetzliche Verankerung

Wien – "Ich bin in Ägypten geboren – und kann mich an nichts mehr erinnern", wurde legal an die Wand gesprayt. Beim Schwendermarkt im 15. Bezirk ist es eine "Wand der Sprache". Auf dem Wallensteinplatz in der Brigittenau wiederum wird demnächst eine temporäre Gerüstskulptur errichtet, "add on – ein urbaner Parasit" in der auch Künstler wohnen sollen. Und der neue Tiefenspeicher im Wiener Rathaus bekommt einen "Dachgarten" – die moosigen Spuren eines Bücherwurmes.

Die neue Aktion "Kunst im öffentlichen Raum" wurde am Freitag von gleich drei Stadträten präsentiert: Andreas Mailath-Pokorny (Kultur), Rudolf Schicker (Stadtplanung) und Werner Faymann (Wohnbau) – schließlich zahlen auch alle drei Ressorts in den Fonds ein, der mit jährlich 800.000 Euro dotiert wird.

Und genau das ist der ÖVP zuwenig: Die Einrichtung des Fonds sei eine langjährige ÖVP-Forderung gewesen, erinnerte Kultursprecher Andreas Salcher. Er fordere aber nach niederösterreichischem Vorbild auch eine gesetzliche Verankerung. Demnach solle ein Prozent aller öffentlichen Baukosten der Stadt Wien in den Fonds fließen – und dies wären 2,25 Millionen Euro.

Projekte können bei einer Fachjury unter dem Vorsitz von Silvia Eiblmayr eingereicht werden. Andererseits werden auch geladene Wettbewerbe für größere Projekte durchgeführt. Wie derzeit zur Passage Karlsplatz, die bis zur Sezession verlängert wird und zum Südtirolerplatz. (DER STANDARD, Printausgabe, 15./16.01.2005)


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