| Salzburger Nachrichten am 16. April 2003 - Bereich: kultur
Kritische Anmerkungen
Museum auf dem Berg kam unter die Lupe
SALZBURG (SN). Der Prüfbericht des Landesrechnungshofes über das Museum auf dem Berg, den die Grünen im Salzburger Landtag beantragt hatten, liegt nun vor. Darin wird unter anderem Kritik an der Tätigkeit des Museumsberaters Klaus Albrecht Schröder geübt. So etwa habe Schröder einen "Budgetplan" erarbeitet, dessen Angaben "nur oberflächlich begründet, teilweise in sich widersprüchlich und wenig schlüssig" seien. Kritische Anmerkungen gibt es auch zu den zwei Werkverträgen, die mit
Schröder abgeschlossen worden sind. Sie seien finanziell zur Gänze erfüllt
worden, obwohl die zu erwartenden Leistungen nur teilweise erbracht worden
seien. Der Museumsberater hätte nicht einfach berufen werden, sondern aus
einem Auswahlverfahren hervorgehen sollen. Der Vertrag mit Schröder hätte
im Einvernehmen mit der Finanzbehörde des Landes geschlossen werden
müssen. Generell krtisiert der Landesrechnungshof, dass das gesamte
Museumsprojekt ohne die Beteiligung der Kulturabteilung durchgezogen wird.
Amtsintern vorhandene Kapazitäten seien nicht genutzt worden.
Dass die Leiterin des Rupertinums, Agnes Husslein, die nach der
Eröffnung auch das Museum der Moderne auf dem Mönchsberg leiten wird, für
die von ihr bewirkte Steigerung der Besucherzahlen eine Prämie erhält,
findet der Rechnungshof in Ordnung. Er wundert sich aber, dass bei der
Zählung auch die nicht zahlenden Besucher hinzu gerechnet werden.
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