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Dem französischen "art brut"-Künstler Jean Dubuffet widmet das Rupertinum in Salzburg eine umfassende Retrospektive |
Unter dem Titel "Jean Dubuffet - Spur
eines Abenteuers" begibt sich das Rupertinum in Salzburg auf die Spuren des berühmten
französischen Künstlers. Es zeigt 120 Werke - Arbeiten auf Papier, Gemälde
und filigrane Skulpturen, die erhöhter konservatorischer Bedingungen
bedürfen. Wüten im Material
Grund dafür sind die zahllosen Materialen, mit denen Dubuffet seine
Werke schuf: Er arbeitete mit Öl, Sand, Kiesel, Stroh, Leinwand, Acryl,
Papier und Holzplatten. Dubuffets Anfänge liegen in den 40er Jahren, wo er
mit den oben genannten kunstfremden Materialien zu werken begann. art brut Die Wirklichkeit zu erfassen und sie in eine kunstspezifische Sprache
zu übersetzen, konnte Dubuffet in einer unnachahmlichen Weise. Er ist der
Schöpfer der "art brut", einer Kunst, die oft mit der Kunst von
Geisteskranken verglichen wurde. Härte
Die Gestalten in seinen Bildern haben meist riesige Köpfe, die in den
unterschiedlichsten Farben oder mit grafischen Kringeln wie
Kinderkritzeleien gestaltet sind. Dubuffets Kunst ist sehr unmittelbar und
wirkt mit ihren Überzeichnungen und einer vereinzelt feststellbaren
Grellheit sehr direkt auf den Betrachter. Serien Dubuffet liebte es, in lang anhaltenden Serien zu arbeiten. Von der
zweiten Hälfte der 40er bis Ende der 50er Jahre erstreckte sich der Zyklus
"Materiologies". Der längste Zyklus, "L'Hourloupe", entstand während der
Jahre 1962 bis 1974 und hat einen Werkkomplex, den Dubuffet ins
Theatralische extemporierte.
Groteske Das Theaterstück "Coucou Bazar" umfasste 100 Versatzstücke, die aus
zweidimensionalen "Hourloupe Zeichnungen" und Tafeln gestaltet sind, die
auf der Bühne bewegt werden. 20 Kostüme, die mit Masken, Hüten,
Handschuhen und anderem variiert werden konnten, bilden den Kern der
Handlungen. "Coucou Bazar" wurde nur dreimal aufgeführt. Dubuffet liebte es, künstlerische Chiffren und Codes zu entwerfen, die
er für einzelne Serien verwendete. Manchmal arbeitet er auch mit einer
Trias von Farben, die er bei "Coucou Bazar" auch ins Dreidimensionale
übertrug.
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